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Samstag, 8. November 2014

Dresdner Brückenbau (II – nachher )

Fußgängermonopol vor der Verkehrsfreigabe, 24./25.8.2013;
Foto+ ©: Dr. Bernd Gross; Liz. CC 3.0,
 


Der Verkehr rollt über die Dresdner Waldschlösschenbrücke,
Momentaufnahme 25.7.2014; Foto+©: elbwolf












Brückenbau-Ballade (II – nachher)
Limerick-Folge

Ja nachher … ist jedermann schlauer!
Ums Welterbe gab es schon Trauer
          Explodiert sind die Kosten
          Um erkleckliche Posten,
 Doch heut’ sind nur wenige sauer.

Der Betrachter kneift Augen ganz schmal,
Hält die Form dieses Baus für banal …
          Er wartet auf Züge …
          Doch sieht zur Genüge,
Dass nur Autos hier queren das Tal!

Doch etwas hat wirklichen Witz!
Du fährst bis um neun einen Flitz
          Mit „50“ hinüber.
          Nach neun wieder rüber
Mit „30“ – sonst trifft dich der Blitz!

Der Grund ist die Hufeisennase
Mitsamt ihrer flatternden Blase -
          Zwar sah sie noch niemand
          Doch lohnt sich solch Vorwand:
Kassiert wird mit wahrer Emphase!

Zehntausend ist’s so schon ergangen!
Wir anderen sollten nicht bangen:
          Es kommt uns’re Zeit,
          Wo alles bereit,
Auch uns in die Tasche zu langen!

So könnten in kommenden Jahren
All die, die ganz einfach nur fahren,
          Bezahlen – wie schlau –
          Den teueren Bau!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Das wollte ich euch noch verklaren.

Elbwolf (2014)

Foto: elbwolf, 25.07.2014
Der Pferdefuß:
Wo hinten die Brückenbögen aufsetzen, stehen die beiden sog. „Traffi Tower“ und finden etwa alle 5 Minuten ein Opfer zum Blitzen. Jeder dieser „Abzocker“ kostet knapp 50.000 €, beide verursachen im Jahr etwa 800.000 € Unterhaltskosten.
Hochgerechnet macht die Stadt etwa 3 Mio. €/Jahr Plus an dieser einen Stelle! Ihre 32 Mio. € Eigenanteil an den Brückenbaukosten von insg. 181 Mio. € hätte sie nach etwa 10 Jahren wieder herein, aber nur, wenn weiter so munter geblitzt wird!
Ist das etwa kein Pferdefuß? (Quelle: nach „Bild“ vom 3.9.2013)

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