Diesen Blog haben wir 11/2016 neu gestaltet und führen ihn im Team weiter. Das verspricht mehr Vielfalt - wie man wohl schon an unseren Gesichtern ablesen könnte.
Allen Besuchern - herzliches Willkommen und viel Vergnügen bei/mit unseren Gedichten!
Im NOVEMBER 2017 würdigen wir einen Mundart-Dichter aus dem Thüringischen früherer Zeit. Als eines der letzten (hier noch nie gezeigten) "Gedichte großen Formats" stellen wir die Sestine vor. Und sonst - mal sehn!

Freitag, 24. März 2017

Die vier Jahreszeiten – Sommer

Alfons Maria Mucha (1860-1939): "Sommer" (li: Ölgemälde, 1896 / re: Dekoratives Paneel, 1897)
Quelle: wikimedia.commons; Liz.: Public domain

Pralles Leben –
Sonett auf den Sommer

Der Sommer schenkt wie immer pralles Leben;
sein Füllhorn reicht bei ihm fürs ganze Land;
viel Buntes ziert danach des Weges Rand,
wo Blütenkelche sich zur Sonne heben.

Die Falter scheinen himmelwärts zu streben;
die Vöglein putzen zwitschernd ihr Gewand,
vom Wipfel eines Baums erklingt das Band
der Lieder, wenn sie Wunschkonzerte geben.

Wir atmen auf und werden wieder froh,
sind angeregt von all den Jubelliedern –
dank ihrer brennen Herzen lichterloh.

Wer fühlt nicht Kraft erneut in müden Gliedern?
Hält – zögernd immer noch – sich nun bereit
und wirft sich endlich in sein neues Kleid.

© lillii (L-R, Februar 2016)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen