Unser Blog ist von Hobby-Poet*essen für Lyrik-Liebhaber, darunter auch für anspruchsvolle! Wir führen ihn im kleinen Team und - der Vielfalt wegen - mit persönlich eingeladenen Gästen.
Allen Besuchern - herzliches Willkommen und viel Vergnügen bei/mit unseren Gedichten und Bildern!
Im Juli 2018 setzen wir unsere Serien (Kalenderblatt, Monatsbild; leider noch nicht die Ballade) fort. Wir bringen ein großes Pantun, erstmals eine Hand voll Klapphornverse sowie (Überraschung!) Trioletts und ein Rondel ... und sonst? Na, reicht das nicht?

Dienstag, 28. März 2017

Die vier Jahreszeiten – Winter

Alfons Maria Mucha (1860-1939): "Winter" (li: Ölgemälde, 1896 / re: Dekoratives Paneel, 1897)
Quelle: wikimedia.commons; Liz.: Public domain
Stein und Bein –
Sonett auf den Winter

Uns fröstelt schon. Die Kälte kommt herein,
es wechselt unaufhörlich, dieses Wetter!
Die Wege werden nass, bald immer glätter;
und ohne Warnung friert es Stein und Bein.

Dann schneit es über Nacht, hüllt alles ein;
die Bäume, kahlgeschoren, ohne Blätter,
sie wirken in der weißen Pracht viel netter;
vom Dachrand glitzert Eis so bläulich fein.

Nun greifen wir zum wärmeren Gewand,
um in der Kälte draußen nicht zu leiden,
bezwingt der Frost doch jetzt das ganze Land.

Ein Außer-Hause-Sein lässt sich nicht meiden …
Die Frau nimmt bald das Vogelzwitschern wahr
und füttert mitleidsvoll die ganze Schar.

elbwolf (WH, Februar 2016)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen