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Samstag, 1. April 2017

April macht, was er will (Teamwork)

Der unberechenbare Monat

April, April – der macht nie nich
das, was er müsste machen:
er wetterwechselt dauernd sich;
wen bringt das schon zum Lachen?

Und doch – es herrscht jetzt Sommerzeit:
da ist es abends helle;
nur eins ist an der nicht gescheit:
s'ist früh noch dunkel – gelle?

Die Vögel aber sind jetzt da,
erst recht die nicht verreisten,
von überall tönt ihr krah-krah,
es blieben ja die meisten.

Und mittenmang in dem April
gibt es ein Fest zu feiern;
die einen mögen's eher still,
der Nachwuchs schaut nach Eiern.

Der Bauer seine Saaten sucht,
um ihren Wuchs zu messen:
laut Brüssel viel zu klein – verflucht …
selbst Vieh darf das nicht fressen!

Am Ersten droht zudem Gefahr:
da wird man schnell verladen,
und hört und glaubt, was niemals war,
und sitzt dann auf dem Schaden!

April – April!              

elbwolf, 1. April 2017
Abb.: Ausschnitt aus einem Faltkalender für Bauern von ~1400;
Standort: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz;
Quelle. wikimedia.commons; Liz.: gemeinfrei
  
Dieser April …

Nach dem Aprilgewitter

Wieder Sonne an der Wand,
Streichelt mich mit zarter Hand.
Flücht'ger Finger im Gesicht
Streift mich, doch berührt mich nicht.

Blütenfrühlingssynfonie;
Aus der Düfte Harmonie
Lockt es mich nach langem Grau
In des Frühlings Silberblau.
Aprilgewitter haben
Die Pfützen aufgefüllt,
Und auch der Bach, der kleine,
Gebärdet sich wie wild.

Die Spatzen und die Kinder,
Die früh die Sonne weckt –
Sie haben dieser Pfützen
Vergnüglichkeit entdeckt.

© A.W. (2016/17)

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