Hier schreiben Hobbydichter für Lyrik-Freunde – meist Gereimtes und nur Druckreifes! Willkommen also, viel Vergnügen mit unseren Gedichten und Bildern!

Besonders freuen wir uns über Besucher aus einem gewissen Portal, dessen Administration soeben einen von uns "ausgesperrt" hat, weil er die Forderung erhoben hatte, den dortigen Gutsherrenstil zu beenden, zu demokratischen Verhältnissen und zur Mitbestimmung im Portal überzugehen und die Qualität von Beiträgen zu garantieren.

Im März 2019 setzen wir die Kalenderblätter mit den Grafiken eines Radebeuler Gastes und die Monatsbilder nach dem Festkalender von Hans Thoma fort. Wir bringen einen Beitrag zum Fasching und schenken dem "Kaninchen im Zylinder" unsere Aufmerksamkeit – und sonst ... mal sehn …


Samstag, 7. Oktober 2017

Herbstmagie

Otto Modersohn (1865-1943): Herbst im Moor (1895)
Standort: Kunsthalle Bremen; Quelle: wikimedia.commons; Liz.: gemeinfrei.
 Herbstmagie

Ebereschenfeuer brennt.
Sommer flieht, Sommer rennt.
Nebel liegen auf den Wäldern,
Letzte Halme auf den Feldern
Lassen treiben sich vom Wind.

Ebereschenfeuer loht.
Sommerend - Sommertod.
Krähen graben in den Schollen,
Nicht einmal die Vögel wollen
Überwintern hier im Land.

Ebereschenfeuerglut.
Sommer schläft, Sommer ruht.
Doch vom letzten Licht entzündet
Bleibt – durchaus nicht unbegründet –
Hoffnung hängen im Geäst.

Ebereschenfeuerbrand
Ist gelöscht, ist gebannt
Sonnenenergie gespeichert
Und mit Farben angereichert
Hält sich noch ein Sommerrest.

© immergruen (A.W., durchges. Sept. 2017)
-----------------------------------------------------------------------------
Hinweis:
Beim Vortragen der Verse wäre zu beachten, dass in der zweiten Zeile jeder Strophe mittig eine merkliche Pause vorgesehen ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen