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Donnerstag, 4. Januar 2018

"Bräuche/Sagen meiner Münsterländischen Heimat" (4) – Das Dreikönigssingen


© Die Verfasserin
"Bräuche/Sagen meiner Münsterländischen Heimat"
(4) – Das Dreikönigssingen

Es gäbe ein Volk, das zu so was erkoren –
in Büchern von einst sei es schon prophezeit,
dass käme ein König, der Welten befreit –
dem würde als Retter ein "Heiland" geboren.

Im Morgenland hörten drei Weise die Kunde:
dem Knaben zu huldigen war ihnen recht,
Geschenke zu bringen, von Golde, ganz echt –
sie zogen drum aus noch in selbiger Stunde.

Das wird nun auch heute noch immer besungen
in gleicher Manier und von Türe zu Tor,
als Heilge-Drei-Könige stehn sie davor –
ihr Leute, hört zu diesen Mädchen und Jungen!

Luzie R., (2.1.2018; Erstfassung SP 5.1.2015)
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○ an ein Volkslied (Anfang des 18. Jh.):

Die heil'gen drei König' mit ihrigem Stern

Die heil’gen drei König’ mit ihrigem Stern,
die kommen gegangen, ihr Frauen und Herrn.
Der Stern gab ihnen den Schein;
ein neues Reich geht uns herein.

Die heil’gen drei König’ mit ihrigem Stern,
sie bringen dem Kindlein das Opfer so gern.
Sie reisen in schneller Eil’
in dreizehn Tag’ vierhundert Meil’.

Die heil'gen drei König' mit ihrigem Stern
knien nieder und ehren das Kindlein, den Herrn.
Ein' selige, fröhliche Zeit
verleih' uns Gott im Himmelreich!

○ und eine Volksweise (ebenfalls Anfang des 18. Jh.):





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