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Doppeltes Wort/Strophen-Akrostichon
(nach einem Vers von J. W. v. Goethe)
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Ein
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Tag hat seine vierundzwanzig Stunden
wie soll man die bloß füllen? Was tu
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ich
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Guter
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selbst? Frühes Aufstehn sichert
Schwung,
der dann auch halten müsste bis an
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den
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Abend
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hin, und das bedeutete, einen vollen lieben
langen Tag! Wie stets im großen
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Ganzen
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kommt
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es darauf an, sich niemals zu
verlieren:
schnell vertrödelt ist er nämlich, der
helle
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Tag.
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Heran
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schleicht sich die Dunkelheit;
unvollendet
liegenbleibt, was bis dahin noch nicht
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getan.
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Wenn
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wir uns hielten an die großen
Vorbilder –
dazulernen könnten wir auch von unsrem
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Goethe
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Hier schreiben Hobbydichter für Lyrik-Freunde – meist Gereimtes und nur Druckreifes! Willkommen also, viel Vergnügen mit unseren Gedichten und deren Bebilderung!
Aufrufe unseres Blogs erfolgen automatisch mit Sicherheitsprotokoll "https". Am 18. Mai 2022 hatten wir unseren 600. Beitrag in den Blog gestellt!
Bereits seit Jahresbeginn bringen wir neue Folgen an Kalenderblättern und Monatsbildern. Darum herum dann das, was sich an Einfällen so ergibt – man wird sehen! Nun ja, was man auch sieht: wir "unterschlagen" seit einer ganzen Weile auch einen gewissen Anteil an sanfter Erotik nicht länger - die Zeiten sind eben so ...
Wir teilen den Lesern unseres Versbildners mit und bitten um Verständnis, dass wir auch weiterhin das monatliche Angebot auf 6 Beiträge beschränken - die Kontaktarmut dieser Zeit bringt leider auch eine gewisse Ideenarmut mit sich. Neueinstellungen erfolgen damit um die Kalendertage des 1., 6., 11., 16./17., 21./22., 25.-27. eines Monats.
Montag, 14. Januar 2019
Wort-Akrostichon nach Goethen
Donnerstag, 10. Januar 2019
Januar – Ein Monatsbild
![]() |
Hans
Thoma (1839-1924): Januar (Monatsbild aus dem Festkalender)
Mappenwerk,
Seemann Verlag Leipzig; via
wikimedia.commons; gemeinfrei.
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streng herrscht er über diesen ersten Mond;
in seiner Hand trägt er den Janusstab.
Mit ihm zeigt er uns Macht, die nichts verschont;
denn dieser Stab trägt immer zwei Gesichter:
Vergangenheit und Zukunft – altgewohnt.
Wir säh'n in Stab wie Herrscher gern den Dichter,
und von Vergangenem sei der Berichter.
Der Janus wird beständig treu begleitet
von Vater Frost: der lässt nicht lang sich bitten
und hat vor uns den Schnee schon ausgebreitet.
Die Kinder rodeln freudig auf dem Schlitten.
Erholungsschlaf braucht dringlich die Natur –
auch sie hat manchen Schaden schon erlitten;
Gott Janus bringt zurück sie in die Spur.
Samstag, 5. Januar 2019
Epigramme/3 – auf jüngste Aussprüche Großkopfeter
![]() |
French political cartoon (1814): Le cabinet littéraire en plein vent
Standort: Bodleian Libraries, Oxford; via wikimedia.commons; gemeinfrei
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Dienstag, 1. Januar 2019
Kalenderblatt 01/2019 (Dietmar Kunze als Gast)
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Von fern gesehen sind es kahle Hänge,
durchzogen nur von sonderbaren Reihen,
doch Rebengrün deckt bald dort das Gestänge.
Der Rebstock wird – wie immer – gut gedeihen
bloß darf man eben nicht an Aufwand sparen,
Natur nicht mangelnden Respektes zeihen.
Die Steige scheinen steiler mit den Jahren …
der Winzer aber hegt ererbte Plätze,
denn eines hat er lange schon erfahren:
Er weiß um seines Weinbergs wahren Schätze!
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Weinberg-Befahrung,
Radebeul via Wikimedia
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© W. Herrmann
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