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Wir teilen den Lesern unseres Versbildners mit und bitten um Verständnis, dass wir auch weiterhin das monatliche Angebot auf 6 Beiträge beschränken - die Kontaktarmut dieser Zeit bringt leider auch eine gewisse Ideenarmut mit sich. Neueinstellungen erfolgen damit um die Kalendertage des 1., 6., 11., 16./17., 21./22., 25.-27. eines Monats.

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Samstag, 5. Dezember 2020

Henri's Paris

Gemalt von der Verfasserin nach der Vorlage von
Henri de Toulouse-Lautrec's 'Divan Japonais' *)


Henri's Paris


Henri Toulouse-Lautrec, von altem Adel,
verfiel schon früh der Kunst der Malerei;
er setzte manch brillantes Konterfei
ins Bild, und das ohn' jeden Fehl und Tadel.
Als Mann war er von kleinerer Statur;
bestand mit Mühe nur sein Abitur …

Bekannt als Bohemien Pariser Szene,
bevorzugt er Motive dieser Kreise;
bannt auf Plakate so auf seine Weise,
in seinem Stil, manch weibliche Sirene.
Dem Alkohol hat er sich schnell verschrieben;
Es tut nicht gut, den allzu sehr zu lieben.

Nur kurz gelebt, doch in der Welt bekannt,
zeigt er ein Bild der legendären Zeit;
den Menschen in der Unbekümmertheit
hat er in seinen Bildnissen erkannt. –
Mein Bild ist schwache Wiederholung nur:
gelehnt an ihn, verfolgt' ich seine Spur.

© Luzie-R.

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*) Henri de Toulouse-Lautrec (1864-1901) war ein französischer Maler und Grafiker des Post-Impressionismus im ausgehenden 19. Jh. Berühmt wurde er insbesondere für seine Plakate, die er u. a. für das 'Moulin Rouge' am Pariser Montmartre entwarf.
Das Original von 'Divan Japonais' befindet sich im Besitz des Museo Nacional de Belles Artes, Argentinien. [nach Wikipedia & Wikimedia Commons]

Sonntag, 5. August 2018

Der Gesang (4) – Tingeltangel

Henri de Toulouse-Lautrec (1864-1901): Tanzcompagnie von Mlle. Églantine
Plakat (Farblithografie), 1896; Gemeinfrei (PD-old)
Der Gesang (4) – Tingeltangel

          Das Moulin Rouge galt als Ondit –  
          ein Traum um Neunzehnhundert
          da war man nicht verwundert,
          dass viele Männer mit Esprit
          es zog in dieses Varietee.
 
          Den Wunsch, einmal dort Gast  zu sein,
          wer konnt sich den erfüllen
          und seine Sehnsucht stillen;
          einmal ein großer Mann zu sein --
          zu gehn ins Separee …

          Den Meisten blieb das Utopie,
          begnügten sich mit Bildern,
          die solche Szenen schildern,
          verließen ihre Frauen nie
          zu Hause auf dem Kanapee.

                                                       © lillii ( Luzie-R)

Henri de Toulouse-Lautrec:
Yvette Guilbert begrüßt das Publikum (1894)
Standort: Albi, Museum Toulouse-Lautrec
The Yorck Project Nr. 9720; Gemeinfrei.
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Anm.: bereits am 2.8.2018 veröffentlich im
Seniorenportal u. d. Titel "Männerträume"

Samstag, 5. November 2016

Schal um die Gurgel



Plakat von Henri de Toulouse-Lautrec: Aristide Bruant mit rotem Schal, 1892.
Quelle: wikimedia/commons; das Kunstwerk ist weltweit gemeinfrei.

Schal um die Gurgel

Neulich sprach ich euch vom Deckel auf dem Kopf –
doch die Kopfbedeckung ist die eine Qual:
Hat man nämlich wohlversorgt den eignen Schopf,
stellt sofort die Frage auch sich nach dem Schal.

Schäler sind verwirrend für den biedren Tropf:
Manche sind zu breit und andre ziemlich schmal.
Jeder kennt das, ist es doch ein alter Zopf,
eines Schals Beschaffenheit ist nie egal.

Mancher Künstler hat 'nen Nischel wie ein Topf,
sonst ist aber alles an ihm recht fatal:
Hemd und Jacke fehlen jeder zweite Knopf,
was jedoch am Halse prangt, ist ein Fanal!

Schmächtig scheint vielleicht ein andrer, wie ein Pfropf,
und sein schmales Halstuch wirkt erst recht banal,
wie ein Schlips gebunden, deckt es kaum den Kropf,
keiner hielte das für eine erste Wahl.

Achtet drum, dass ihr zum Deckel auf dem Kopf
passend wählt für eure Gurgel auch den Schal!
Wohlversorgt sonst wäre nämlich nur der Schopf,
euer Hals jedoch erlitte Höllenqual.

elbwolf (WH), 04.11.2016