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Montag, 9. September 2019

Moritat von der Gräfin und ihrem Ritter

Moritz von Schwind (1804-71): Der Ritt Kunos von Falkenstein (1850-60) *)
Leipzig, Museum der bildenden Künste; via The Yorck Project Nr.8948; gemeinfrei.

Moritat von der Gräfin und ihrem Ritter       **)
# mit Ghasel-Strophen nacherzählt #
/Ursprungsvariante: Parodie in mutwillig-drastischer Reimung; ***)
Ansbacher Morgenblatt Nr.44 von 1847; Autor: Reritz./

1
Die Gräfin schaut schon lange aus des Burgfrieds Scharte: 
sie sucht am Horizont nach einer Feldstandarte,                    
denn unablässig stellt der Frau sich diese Frage,                   
ob nicht vielleicht der heiß geliebte Mann sie narrte,              
und draußen gar nicht nur als tapfrer Ritter kämpfe –                        
der Mann, den selber sie mit Ungeduld erwarte.                     

2
Sie hört ganz deutlich das Gezirp des Heuschrecks schrillen;
empfindet Sehnsucht, ihre Leidenschaft zu stillen.                 
Ach käme er nur heil zurück aus seinen Kämpfen,                
sie wäre ihm mit Leib und Seele ganz zu Willen.                    
Nur nicht an ihre Stelle eine andre setzen –                            
dann möge auf dem Rost ihn der Gehörnte grillen!                

3
Die Frau beginnt sich ihrem Gram zu überlassen,                  
auch wurden alle Taschentücher längst zu nassen …            
Da sieht sie im Vorüberlaufen etwas liegen –                          
die alte Flinte! Prompt kriegt sie die jetzt zu fassen,               
legt an und schießt sich auf der Stelle über'n Haufen.            
Da lag sie nun, um unverzüglich zu verblassen.                     

4
Kaum war der Gräfin Selbstentleibung so geschehen,          
sieht man am Horizont des Ritters Fähnlein wehen.              
Schon sprengt den Burgberg er herauf zur Brücken              
erklimmt den Söller – doch welch Unglück muss er sehen? 
Er stampft verzweifelt auf mit seinen Reiterstiefeln                
beim Anblick ihrer Leiche – er kann's nicht verstehen.          

5
Was hilft es, mit der Rüstung und den Spor'n zu klirren?      
Das dient dazu, den Mann nur weiter zu verwirren.                
Warum hat bloß der Mut die Gräfin jäh verlassen,                  
beginnt es ihm durch sein zermartert Hirn zu schwirren        
Noch einen Augenblick – er hätte ihr gewunken,                    
sie würde jetzt entzücken ihn mit ihrem Girren.                       

6
Sein Auge blitzt und dann entreißt er wild-verwegen             
der Scheide am Gehänge seinen Ritterdegen;                       
den schwingt er heftig, stößt die wohlgeschärfte Spitze        
sich in die Brust – verscheidet, und das ohne Segen.            
Das Schicksal hat sie beide erst vereint im Tode:                   
den starb sie seinet-, er darauf nun ihretwegen.                     

7 (Moral)
Ist unklar eine Lage – mach um sie den Bogen!                     
In Eile und mit Vorurteil wird nichts erwogen,                          
Den Degen und die Flinte lasse ganz beiseite:                       
sie bringen Gutes nicht – du bist doch gut erzogen.               
Am eigenen Geschick darfst niemals du verzweifeln,            
sonst schaufelst du dein eignes Grab – ist nicht gelogen!    

© elbwolf /für die Nacherzählung; 04.09.2019/

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Meine eigene Fassung von "Gräfin und Ritter" habe ich erst entworfen und ausgeführt, als die komplizierte Rückverfolgung der ursprünglichen Gedichtidee bis zur Quelle aufgeklärt und der Urheber ermittelt war. Die Schritte dieser Recherche sind im Beitrag hier unmittelbar drunter beschrieben.

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Anmerkungen:
*) Sarkastisch gemeint:
Moritz von Schwind muss, wie man an der Abbildung ersieht, Gräfin und Ritter wohl zu deren besten Zeiten gemalt haben …
**) Moritat
ist eine schaurige Ballade und das Erzähllied eines Bänkelsängers, der sein Publikum direkt anspricht und dabei moralische Forderungen einstreut. Handelt der Bänkelsang von einer Mord- oder Gräueltat, so spricht man von einer Moritat. /nach Wikipedia/
***) Der Parodiebegriff
in der Literaturwissenschaft stimmt weitgehend mit der Definition überein, die Gerhard Hess (1907-83); Gründungsrektor Uni Konstanz) gab: "Parodie ist aufzufassen als Schöpfung, die ein anderes Werk, eine Werkgattung oder eine Stilrichtung nachahmt und dabei in beabsichtigter Weise Komik und antithematische, d. h. gegen die Vorlage oder deren engeres Umfeld gerichtete Kritik für denjenigen erkennbar zum Ausdruck bringt, der die Vorlage kennt und das zur Wahrnehmung einer Parodie erforderliche intellektuelle Verständnis besitzt.”

Langer Weg zu einer "literarischen Quelle"

Carl von Marr (1858–1936): Adam und Eva in moderner Auffassung
oder Ritter und Junges Weib (~1900?);
via wikimedia.commons & hampel-auctions; gemeinfrei.
Langer Weg zu einer "literarischen Quelle"

Mir gerieten die Verse eines Kollegen in die Hände, die auf den ersten Eindruck hin recht belustigend wirkten und als "alte Ballade" bezeichnet waren:

Die Gräfin stand auf einer ihrer Burgen –
Das Angesicht umflort von Kummer und von Surgen.
~ ~ ~
Und wisse, dass das Grab sich selber schaufelt,
Wer an dem eigenen Geschick verzwaufelt.

Keine Frage: eine Parodie mit so genannten "schmutzigen Reimen" als Kunstform oder etwas nach der Devise "Reim dich, oder …!"
Kein © dabei – also erst einmal zweifeln. Google, angefüttert mit "Gräfin und Ritter", könnte es wissen … Volltreffer – und artig variiert noch dazu!

Songtext Gräfin und Ritter von Fred Fesl: Aus dem Album "Die Vierte – Bayerische Und Melankomische Lieder", erschienen: 1. März 2004:
Es saß die Gräfin auf der Zinne ihrer Burgen
Das Aug' umflort von Kummer und von Surgen
~ ~ ~
Und wieder kein ©! Der Gesangskünstler wird doch nicht ebenfalls einer Versuchung erlegen sein? Er war!

Google, nunmehr hochgepäppelt mit "Gräfin und Ritter Gedichte" weist im 4. Link auf eine Sammlung "Gedichte für alle Fälle", die als Gedicht Nr. 2173 diesen Titel führt:
Unbekannt:
Entsetzlich
Es sitzt die Gräfin auf der Zinne ihrer Burgen,
Das Angesicht umflort von Kummer und von Surgen

~ ~ ~
Ein definitiv "neuer" Titel und ein erneut abweichender Text – also weitermachen!

Und tatsächlich: im bekannten Verlag C. H. Beck hat Albert von Schirnding 2007 ein Hausbuch deutscher Dichtung "Der ewige Brunnen" (1133 S., mehr als 1600 Gedichte) neu herausgegeben, das in mehreren Auflagen erschien und wohl noch verfügbar ist: sie alle enthalten "unser" Werklein:
Unbekannt:
Entsetzlich

Damit wären wir in der Sackgasse gelandet, aber Google fährt nicht nur im Lande herum und knipst Street maps zusammen, es scannt auch alte Bücher und Zeitschriften, darunter diese:

Entsetzlich
Autor unbekannt

Die "Punscher" hatten den Abdruck so angekündigt: "Eine Ballade, die allen wühlerischen Tendenzen ausweicht, und sich immer auf dem harmlosen Gebiet der Romantik bewegt" – 1848 war ja gerade erst ein Jahr her! Vielleicht wollte Google nun auch einmal hinter die 1848er Barrikaden schauen und scannte darum aus "friedlicheren Zeiten" gewissenhaft auch noch dies:

vom Sonntag, dem 31. Oktober 1847 (III. Jahrgang), S.175/6:
Entsetzlich.
Eine Ballade in zwei Theilen.
~ ~  ~
                                    (Rieritz)

Da taucht er endlich aus dem Nichts auf, der Verfasser dieser fast schon Posse: "Rieritz" heißt er, und das ist vorläufig alles, was wir über ihn wissen.
Aber es bereitet Vergnügen, nach 170 Jahren Verheimlichung erstmals wieder seinen Namen zu nennen, zumal er sich dort im Morgenblatt in bester Gesellschaft befindet, denn unmittelbar vor ihm sind Friedrich Hebbel sowie Joseph Freiherr von Eichendorf mit seiner Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" abgedruckt.

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Getrennt von diesem Recherchebericht bringe ich meine eigene Fassung von "Gräfin und Ritter" auf Versbildner in Form einer Moritat, nacherzählt mit Ghaselen-Strophen, und das unmittelbar hier drüber.

© elbwolf /für Text und Recherche/

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Als Zugabe der Wortlaut des Originals
Erstmals nach 170 Jahren mit Nennung des Autors, von dem bislang nur der Name bekannt ist, sonst nichts.

"Ansbacher Morgenblatt für Stadt und Land", Nr. 44
vom Sonntag, dem 31. Oktober 1847 (III. Jahrgang), S.175/6

Rieritz:
Entsetzlich. Eine Ballade in zwei Theilen.

Erster Theil.
Es sitzt die Gräfin auf der Zinne ihrer Burgen,
Das Angesicht umflort von Kummer und von Surgen.
Halb welk ist schon die jugendliche Holde;
So schaut sie tief hinab auf das Gefolde.
Da blühet Alles in des Frühlings Prangen
Und Jubel tönet von der Vöglein Zangen.
Die Rosen duften und die Nelken sprossen;
Und Philomele flötet aus Cyprossen.
Die Lerchen schmettern und die Käfer summen,
Da klagt die Gräfin: "Wann wird er wohl kummen?"
Ob mich ein Dämon seiner wohl beraubet?
Wo säumt der Mann, den meine Seele laubet?
Ist er mir jetzt schon gram? Will er mir trotzen?
Dass er mich läßt auf dieser Zinne sotzen?
Bricht er die Treue, die er mir geschworen,
Bricht er die Treue schon nach dritthalb Johren?
Hab' ich's verschuldet, dass er meiner spottet?
War mein Geschick mit seinem nicht verkottet?
So klagt die Gräfin und ihr Aug', ihr schwarzes,
Es rinnt im Uebermaß des tiefsten Schmarzes.
Ihr Wort erstickt im bittersten Geschluchze
Und in Verzweiflung faßt sie eine Buchse.
Sie spannt den Hahn – von Satanas verlocket –
Drückt los und – ach! – schon liegt sie hingestrocket.
Sie liegt entseelt, durchschossen auf dem Boden,
Und neben ihr die Waffe, die sie selbst geloden.

Zweiter Theil.
Kaum aber hat ihr Leben sie verloren,
Sieht man auf's Schloß zu einen Ritter galloporen.
Schon ist er da; schon springt er von dem Rappen
Und eilt hinauf die langen Wendeltrappen.
Schon ist er auf der Zinne, ach! und sieht mit schrecken
Die blasse Leiche vor der starren Blecken.
Da stampft er wild den Boden mit den Stiefeln
Und ruft: "warum, o Gräfin, mußtest du verzwiefeln?" –
Warum konnt'st du, o Holdeste der Holden,
Dich nicht noch einen Augenblick gedolden?
Und muß ich Dich als blut'ge Leiche schauen,
Was soll ich jetzt in dieser Welt noch thauen?"
Er spricht's; es funkeln seine wilden Augen,
Und aus der Scheide zieht er seinen Daugen.
Und schwingt ihn keck und mit dem grimmsten Trotze
Stößt er sich in die Brust die scharfe Spotze.
Er sinket nun mit einem Schmerzeslaute,
Und schon liegt er entseelt in seinem Blaute.
Mit Schrecken sieht man bald vom Zinnengatter
Den Leichnam von der Gräfin und dem Ratter.

Nutzanwendung.
Der Uebereilung kann nichts Gutes nicht entwachsen;
O hüte dich vor Degen, Dolch und Bachsen!
Und wisse, daß sein Grab sich selber schaufelt,
Wer an dem eigenen Geschick verzwaufelt.

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Wer dächte, das könne doch nicht alles an dichterischem Ulk sein, der hat recht.
Ein paar Beispiele:

Wilhelm Busch, im Vorwort zum heiligen Antonius von Padua:
Wehe! Selbst im guten Öster-
Reiche tadelt man die Klöster – –

Christian Morgenstern: Der Lattenzaun:
Der Architekt jedoch entfloh
nach Afri- od- Ameriko.

und ein leider nicht identifizierbarer Kommentator in einer Community:
Die Zukunft, die Welt, sie wird digital san, -
Doch der Fortschrittsbalken kommt kaum hinten an!
Ja, der Download stockt, er schlägt gar fehl -
Wo ist hier das Glasfaserkabel?

Dienstag, 9. April 2019

Windmühlenflügel - Auch eine Art Moritat

Armand-Louis-Henri Telory (1820-74): Illustration (1850)
zu einer Adaptation des Don Quijote für Kinder,
erneut erschienen im 20. Jh. als Mango in der Sammlung "Au Temps Jadis".
Abb. 5 (von 17), Detail; via wikimedia.commons; Liz.: gemeinfrei

Windmühlenflügel
Auch eine Art Moritat

Sie ritten durch die Kargheit von La Mancha,
Der Hagre in der Rüstung und mit Spieß;
Ein Grautier trug den Burschen Sancho Pancha –
Was der jetzt sah, nichts Gutes mehr verhieß:
Dort drehten sich, wie's schien, gewalt'ge Flügel
Am sonndurchglühten fahlen Horizont.
Der Don, Quix'ote namens, zog am Zügel
Und brachte seine Haltung voll in Front;
Er schien sich selbst beständig ein Verwegner –
Und stand nun vor dem langersehnten Gegner!

Im Dorf Toboso wuchs in jenen Jahren
'Ne Bauernmagd zu einer reifen Frau,
Mit Rundungen, die wirklich üppig waren,
Die sie voll Stolz im Brustlatz trug zur Schau.
Sie herrschte über unsres Dons Gedanken,
Obwohl der Umstand ihr ganz unbewusst …
Allein – den Don machte die Liebe wanken:
Er schmolz dahin in vorgestellter Lust.
Wer andrer Meinung war, galt schlechtberaten:
Sie ward zur Dulcinea seiner Taten!

Der Don und Sancho fingen an zu traben
Und wechselten allmählich in Galopp,
Sie hörten auf dem Kampfplatz schon die Raben –
Doch war es längst zu spät für jeden Stop!
Der Knappe ging zuletzt doch auf die Bremse,
Der Don indes – die Lanze eingelegt –
Sprang auf den Mühlenflügel gleich der Gemse;
Der dreht ihn um und um – und unentwegt.
Der Bursch' tat später ihm ins Öhrchen flüstern:
"Zieh Dulcineen vor, wirst, Herr, du lüstern!"

© elbwolf, 08.04.2019
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Die Metrik
ist wie in den Musen-Beschreibungen in Schillers lyrischem Spiel "Huldigung der Künste" und erinnert an den Anfang von Hildebrandstrophen (s. Stummer, S. 83; aber mit 5-füßigen Jamben, denen ein weiterer Paarreimer folgt).

Donnerstag, 28. Juni 2018

Moritat von der bekanntesten EU-Kuh

Von diesen Kühen ist höchstens eine die Bedichtete, vielleicht die links unten,
aber alle (und weitere) hat die Presse abgedruckt // rechts unten – eine "Musterkuh".
(Foto&© : Björn S., 31.5.2014; via wikimedia.commons; Liz. CC BY-SA 2.0)

Moritat von einer EU-weit bekannten Kuh
       an der bulgarisch-serbischen Grenze.

Im Land Bulgarien*) gibt es eine Kuh,
mit Namen "Penka" schlicht geheißen;
tat die auf ihre Wiese sch…ßen,
dann brüllt sie auf Bulgarisch nur ein "Muh".

Das ist natürlich überhaupt kein Grund,
dass alle müssten "Penka" kennen,
doch wer - wie sie - sich tat verrennen,
gilt bald als bunter denn ein bunter Hund.

Die Kuh lebt an der Grenze recht beengt,
denn die tut sie von Serbien trennen.
Das wollt sie niemals anerkennen –
hat sich nach grünem Serben-Gras gedrängt.

Die Grenzkuh ward bewacht von einem Hirt,
doch tat der einmal soviel saufen,
dass sie nach Serbien*) konnt entlaufen.
Dort leider war's 'ne Rechnung ohne Wirt!

Sie brüllte "Muh" und fraß das Gras vom Fleck;
ein Heidenspaß, so tat sie aasen!
Die Kuh sch…ss nochmals auf den Rasen,
dann fingen Serben sie ganz einfach weg!

Sie schoben "Penka" ab in die E-U:
Bulgarien tat sie ja behausen.
Das denken freilich nur Banausen,
und diesmal sind das eben … ich und Du.

Denn gelten tut natürlich das, was fair:
die Kuh, die unsre "Außengrenze"
ja überschritt, die hat zur Gänze
kein Rückkehr-Recht, auch nicht mal subsidiär*).

Was solls, dass Rotz und Wasser ihr jetzt heult –
freut lieber euch, dass ihr zu Gänzen
tut leben in den "Binnengrenzen"!
Die Kuh? Hat Pech! Sie wird demnächst gekeult.

- - -

Der Daily Telegraph schrieb ein Gesuch –
tat Brüssel drin um Milde bitten:
die Serben hätten nicht gelitten,
denn "Penka" kam doch nur auf Kurzbesuch!

Begnadigung wär hier sehr angebracht,
was sollen sonst die Leute denken,
wie Brüssel die E-U tut lenken –
man hielt' am Ende das für ungeschlacht!

© Wolfgang H. (elbwolf, 18.06.2018)
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Ausriss (Detail) einer dpa-Meldung in der Dresdner "SZ" vom 6.6.2018, S.24

Dazu die Agentur Monitor:
"Penka ist ein Held. Macht sie nicht zum ersten Märtyrer des vereinten Europas."

Letzte Kuh-Information:
Die SZ vom 11.06.2018 titelt: "EU-Kuh Penka bleibt am Leben"

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Anmerkung:
*) Beim Deklamieren oder Vorlesen sind die Wörter Bulgarien, Serbien, subsidiär nicht mit Pause nach dem (zweiten) "i" zu sprechen; dieses ist vielmehr mit der Reimsilbe durch "Jotieren" zusammenzuziehen (also: [Bul|gar|jen], [Ser|bjen], [sub|si|djär]).
Pardon: Als Wort ist "subsidiär" heute doch so bekannt, wie die Ländernamen Bulgarien und Serbien auch - oder?
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Versbildner in eigener Sache:
Wir bringen diese Moritat anstelle der angekündigten Juni-Ballade unserer Berliner Gastautorin Heliane Meyer – sie wird erst im Juli oder August die Fortsetzung ihrer  Balladen-Serie ermöglichen können.