Hier schreiben Hobbydichter für Lyrik-Freunde – meist Gereimtes und nur Druckreifes! Willkommen also, viel Vergnügen mit unseren Gedichten und deren Bebilderung!

Am 18. Januar 2021 hatten wir unseren 500. Beitrag in den Blog gestellt!

Bereits seit Jahresbeginn bringen wir neue Folgen an Kalenderblättern und Monatsbildern. Darum herum dann das, was sich an Einfällen so ergibt – man wird sehen! Nun ja, was man auch sieht: wir "unterschlagen" seit einer ganzen Weile auch einen gewissen Anteil an sanfter Erotik nicht länger - die Zeiten sind eben so ...

Wir teilen den ständigen wie gelegentlichen Lesern unseres Versbildners mit und bitten um Verständnis, dass wir bis Pandemie-Ende das monatliche Angebot auf 6 Beiträge beschränken - die Kontaktarmut dieser Zeit bringt leider auch eine gewisse Ideenarmut mit sich. Neueinstellungen erfolgen damit vorübergehend um die Kalendertage des 1., 6., 11., 16., 21., 26. eines Monats.

Sonntag, 11. April 2021

Gehd off Säggsch allemol!

Christian Friedrich Boetius (1706-82):
"Joseph Fröhlich (1694-1757), Hofnarr Augusts des Starken", (1729).
Bildindex der Kunst und Architektur, Objekt 00241857; via Wikimedia Commons.

 

Was sich deutsch kaum sagen lässt,
        gehd off Säggsch allemol!

Was – südlich von Berlin gesehn – man heute spricht,
ist ein Idiom, kein Schule-Deutsch – äh! niemals nicht:
off Säggsch, nu gloobd mersch, dischgeriern-se dorde.

Als mich das Schicksal einst in dieses Land verschlug,
wo ich in einem fort in Andre Löcher frug,
"da haddch beschdimmd bloß Drägg in Läffln", oi-a!

Den Sozialismus hielt hier spät in seinem Lauf
dann doch noch jenes Paar aus Ochs und Esel auf;
ne Menge Borzellahn hamm-se zordepperd!

Doch erst in dieser jetzt präsenten Pandemie
da ahnt man plötzlich eins, man ahnte es SO nie:
mer Saggsn schdehn nich fessde im Gewiehle!

Der Wettlauf zwischen dritter Welle und Geimpf
gerät mit jedem Tage immer mehr zum Schimpf.
Werd Baiern nu bei Buddien Schbuddnik koofn?

Einst sagte unser König, wie man noch gut weiß,
ihn machte damals Durcheinander auch nicht heiß:
"Nu, machd doch eiern eechnen Drägg alleene!"

Un nassauern duhn Schbuddnik mer ä Baiern!

elbwolf (W.H., 10.04.2021)

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Bemerkungen:

○ Zu "Säggsch – Hochdeutsch" siehe:
 https://www.dw.com/de/s%C3%A4ggsch-hochdeutsch/a-4246187 

○ "Sächsisch an sich" ist eine Fiktion: die vier Regionen Vogtland, Erzgebirge, Meißen und die Lausitz haben unterschiedliche Mundarten.
Einige Regeln der Aussprache lassen sich verallgemeinern, was z. B. für Endreime von Bedeutung ist:

~ig → ~isch (auswendig)
auf~  ~off/~uff (aufmachen)
ei → ee (einfach usw.; viele Abweichungen!)
einfaches e → ä (Leben)
i → ä (z. B. in Stirn)
kurzes ü → i (hübsch)
langes ü → ä (würzen; Abweichungen!)
ö → ee (Möhre)
ver~ → for~ (vergessen)
Verben auf ~en → ~øn (auflesen → ufflasn)
z/tz → ds (Blitz)
zer~ → zor~ (zerstreuen)
u.v.a.m.

Dienstag, 6. April 2021

Erinnerung – Sehnsucht

Heinrich Vogeler (1872-1942): Sehnsucht (Träumerei), ~1900; Privatbesitz.
Foto: Künstlerkolonie Worpswede 2011; via Wikimedia Commons; gemeinfrei.

 

Erinnerung – Sehnsucht

Seit jenem frühen Morgen auf dem Turm
bist Du ein Teil von mir in einem Traum –
als ein Geschenk, das mir im Wirbelsturm
des Lebens steten Halt gibt ­– wie auch Raum;
das manches Ungemach hilft zu vermeiden,
denn schon Gelassenheit hält fern das Leiden.

Der Sonnenaufstieg, den wir staunend schauten,
wird so bestimmt kein zweites Mal geschehn!
Wir hatten Mut, weshalb wir uns wohl trauten –
für kurze Zeit auch beieinand' zu stehn.
Dies Eingebundensein im Lebenskreise
ist wie ein Zauber: zärtlich, friedvoll, leise.

Ich schöpfte Kraft aus dieser kurzen Zeit
fürs Weiterleben, denn ich spürte Liebe,
die über allem steht; die Sicherheit
verleiht und stärkt im lauten Weltgetriebe.
Wie jedes Leben wird auch meines enden –
will mich bemühn, davon nichts zu verschwenden.

© Luzie Rudde

Donnerstag, 1. April 2021

Unser Gast: Erika Müller-Pöhl mit Buchgrafik/4


  © Erika Müller-Pöhl: Buchillustration zu Rainer Hohberg: 'Das Kleeblatt',
aus: Schachtelhälmchen – Pflanzenmärchen aus aller Welt, ehem. Postreiter-Verlag, 1987; S. 77.

Pflanzenmärchen: Das Kleeblatt

Er kam zu spät. Zwar konnte er sein Schiff noch sehen, aber es befand sich bereits auf hoher See.
Ziellos irrte er durch die fremde Stadt … so gingen Tage, Wochen, Monate dahin. Einmal legte ein Schiff im Hafen an und brachte eine Nachricht mit: "Oh ja, es war ein stolzes Schiff mit einer goldenen Seejungfrau am Bug. Doch gegen einen Orkan ist halt kein Kraut gewachsen. Kein Mann hat dieses Unglück überlebt."
Unser Mann verstand nicht gleich. Wie-
der und wieder ließ er sich alles erzäh-
len, er lachte und weinte dabei zugleich. Schließlich öffnete er mit zitternden Hän­den seinen Gürtel, fingerte das längst vertrocknete Kleeblatt heraus. Er zeigte es herum und erzählte den Anwesenden seine Geschichte.                  /Auszug/

Das Glück lässt warten        /© W. Herrmann/

Da war ein Mann, von Missgeschick erdrückt.
Sein Glück musst' er darum woanders zwingen –
wo es drauf wartete, dass er es pflückt! 

Zum Hafen ließ er seinen Seesack bringen
und nahm das Schiff, auf dem die Meermaid thront. 
Dort wollt' auf große Fahrt er sich verdingen.  

Spazieren bis zur Abfahrt ... ungewohnt:
ein Kleeblatt nahm des Mannes Blick gefangen,
eins mit vier Blättern, das mit Glück belohnt!
 

Er brach es heimlich, doch die Wächter zwangen
ihn zum Verhör. Zwar kam er wieder frei –
zu spät, um auf sein Schiff noch zu gelangen. 

Er blieb am Ort, ihm war's nun einerlei.
Nach Zeiten brachte dann ein Schiff die Nachricht:
im Sturm ging jenes Segelschiff entzwei.
Verdorrt das Kleeblatt – aber welche Umsicht!


Anmerkungen:
Unseren Gast, die Buchgrafikerin Erika Müller-Pöhl, hat der 'Versbildner-Blog' bereits Mitte Januar vorgestellt – Vita, grafisches Werk, Bibliografie sowie den Buchumschlag zu den beiden Novellen 'Carsten Curator' und 'Der Herr Etatsrat', im I. Quartal 2021 hier gezeigt.

Unter ihren buchgrafischen Arbeiten hat Erika-Müller-Pöhl die zur Ausgestaltung von Rainer Hohbergs 'Schachtelhälmchen – Pflanzenmärchen aus aller Welt" besonders liebevoll ausgeführt und ihnen auch hier unter den Kalenderblättern einen größeren Raum einräumen wollen. Sintemal (um ein der Vergangenheit verhaftetes Wort zu verwenden) es sich um eine Edition des Hallenser Postreiter Verlags handelte, der noch 1994 – wie zum Hohn – mit dem Kinderbuchverlag "fusionierte", ehe seine Erdenspuren gänzlich verschwanden.
Die Geschichte um das Kleeblatt ist dabei gar nicht so außergewöhnlich! Wie oft hat man schon gehört, dass ein Reisender sein Flugzeug oder seine Bahn verpasst hat und dann erfahren musste, dass das Schicksal wieder einmal ein Verkehrsmittel "mit noch freien Plätzen" nicht bis ans Ziel (modern: bis zu seiner Destination) gebracht hatte …

Die Verse, in die die lyrische Hälfe dieses Kalenderblattes gegossen ist, sind Terzinen; s. Stummer S. 76/77.                                                                                                                                                                              /elbwolf al. W.H./

Sonntag, 28. März 2021

Hanebüchene Physik-3: Der Flaschenzug (mit Manfred Albert a. G.)

 

  Der Flaschenzug

 

   Dreitausend Jahre, dass man einst erfunden
   den Flaschenzug, die einfache Maschine.
   Seitdem hat man das Schwere überwunden:
   nicht tragen mehr – man zog nun mit Routine!

   Ein Seil führt über mehr als eine Rolle;
   die Anordnung befestigt man hoch oben,
   so hoch, wie sie die Lasten heben solle. –
   Mehr Rollen, wenig Kraft: muss man erproben.

   An Seilen braucht man wirklich nicht zu sparen:
   die Kraft zum Ziehen muss dagegen reichen –
   dann trotzte man beim Bauen den Gefahren,
   der Flaschenzug beim Bau ward Markenzeichen!

   Den Flaschenzug tat jeder Bauer loben:
   der zog ihn in der Scheune bis nach oben.

© Manfred Albert a. G.

 

Abb.: Prinzipskizze eines Flaschenzugs mit 4 Umlenkrollen:
Die Zugkraft beträgt hier nur ein Viertel der Kraft, mit der die Last selbst einwirkt.

oben: Niccola Zabaglia (1664-1750): Aufrichtung des vatikanischen Obelisken (1586);
unten: Giovanni Guerra (Drucker): Arbeitsphasen der Obelisk-Aufrichtung.

Allgemeiner Überblick über alle Maschinen und deren Anordnung, die verwendet wurden, um 1586 den Obelisk auf dem Petersplatz aufzurichten.
Domenico Fontana (1543-1607) benötigte die Zusammenarbeit von 900 Männern und 75 Pferden und setzte 50 Flaschenzüge ein, um diese Arbeit auszuführen.
/ via Wikimedia Commons; Liz. CC0 1.0 Public Domain Destination /

Dienstag, 23. März 2021

Let's Dance

Ein Turnier der zweiten Bundesliga der Standardformationen in Rüsselsheim,
Deutschland, 20.02.2009; das Bild zeigt die B-Formation des 1. TC Ludwigsburg.
Foto: Dennis H., 20.02.2009; via Wikimedia Commons; Liz.: CC BY 3.0.

   

Let's Dance

Neulich, da sah ich die Show von Let's Dance!
Wirbeln von Körpern, von Beinen und Händen;
Selten jedoch misch ich mich unter Fans –
Lasse die Sache sich einfach bewenden:
Sollen sie drehen, gerad wie sie's mögen,
Ihre Figuren in schwingenden Bögen.

Schritte und Töne sind aber für sich
Lange noch nicht das Spektakel zur Gänze –
Da geht noch andres, das finde selbst ich,
Weit über manche exotischen Tänze.
Diesen besonders gewagten Spagat
Meistert natürlich der Show-Apparat.

Breit tut sich auf hin zur Bühne das Tor,
Strahlend, wie schwebend, erscheinen die Paare,
Ganz so – als hätten sie heute nichts vor,
Kämen auch später wohl nie in die Jahre ...
Doch am Parkett sitzt die Jury, zu schauen,
Was sie an Fehltritten diesmal wohl bauen.

Wortreich gibt Jorge an Punkten die "Acht",
Schüttelt dabei die Frisur mit Vergnügen;
Mutig folgt Motsi, die scheckig sich lacht,
Sie wird man auch für nur "Sieben" nicht rügen.
Einzig Herr Llambi zieht (nie aus Versehn)
Aus seinem Ärmel höchst selten die "Zehn".

Wer aber kommt denn nun weiter am End?
Das lässt sich wirklich zum Schluss erst entscheiden:
Meidet drum, Fans, durch den Anruf behänd,
Dass die Sympathischsten allzu viel leiden.
Mich lässt, obgleich ich für vieles zu alt,
Nie eine Tänzerin tatsächlich kalt ...

© elbwolf

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Für Neugierige: Die Verse stehen im vierfüßigen Daktylus (s. bei Stummer, S.32)

Donnerstag, 18. März 2021

Monatsbild März: Wege

 
Hangweg, Voralpen                        © Die Verfasserin

Wege

Ich bin ein Wanderer auf vielen Straßen,
die ausgetreten sind und unbekannt;
viel Neues kommt mir auf dem Weg entgegen.
Sind diese Pfade doch gewissermaßen
des Lebens unbekanntes, fremdes Land;
ich muss noch Vieles lernen, meinetwegen.
Was spricht denn nun dagegen?
Wohl nichts, denn wer nichts wagt, der nichts gewinnt,
da allzu schnell die Lebenszeit verrinnt.

Oft sind die Wege breit und gut zu gehen;
und Blumen säumen meist den Wegesrand.
Der lichte Tag verlockt zum Weiterwandern,
auch wenn im allgemeinen Weltgeschehen
es Krankheit gibt und Not und Krieg und Brand –
so war es stets, es kommt so eins zum andern.
Ich will nun nicht mäandern:
führt mich auch mal ein Weg am Ziel vorbei,
geh ich ihn noch ein Mal – ich bin so frei!

© lillii (Luzie-R; März 2021)

Samstag, 13. März 2021

Liebessehnsucht-1/3: Lieben lernen (L. Winrich a. G.)

Edmund Blair Leighton (1852-1922): "Der abgewiesene Antrag" (1899).
Manchester Art Gallery; via Wikimedia Commons; gemeinfrei
.

 

Lieben lernen
/in rhythmisch freien Strophen/

Warum hat sie keiner das Lieben gelehrt?
Das Schmusen, das Kosen, das Schmeicheln?
Die Mutter, die meinte, es sei verkehrt –
Man sollte ein Mädchen nicht streicheln.

Es sollt` eher lernen, sich einzufügen,
Nicht nachzufragen, den Blick zu senken,
Stets freundlich zu sein und nicht zu lügen,
Dem Alter ehrende Achtung zu schenken.

Das hat sie getan. Doch es hat ihr gefehlt,
Von Liebe gar nie berührt zu werden
Sie hat das auch ihrem Liebsten erzählt,
Der meinte, das sei so auf Erden.

Er hat es wohl selbst nicht anders erfahren,
Vermisste es nicht und lebte dahin
Bis sie sich fragte, nach vielen Jahren,
War das mein Leben, und war es sein Sinn?

Doch kann sie denn jetzt, wo alles vorüber,
Noch immer klagen, dass es ihr fehlt?
Sie legt drum schweigend den Schleier darüber,
Und grübelt weiter, obwohl es sie quält.

© L. Winrich (a. G.)

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Anmerkungen:

Die kleine Gedichtereihe von L. Winrich wird in den kommenden beiden Monaten fortgeführt. Die Einordnung dieses Gedichtes unter die verschiedenen Gedichtformen erfolgte nach Stummer, am früher a. O., S.192.

Die Bildbeschreibung durch den Bildeigner, die Manchester-Galerie, lautet:
"A sentimental, historical scene representing figures in eighteenth-century dress. The painting depicts a garden scene looking along a river path with a small wooden bridge in the foreground, a house in the background seen through the trees to the right. A young woman in a floral dress and straw hat sits on a wooden seat on the left side of a bridge, her hands clasped round one knee, with eyes downcast. In the background to the right a man in breeches and a long coat is walking away, his head bowed and his hands clasped behind his back.
"

Dienstag, 9. März 2021

Aktuelle Leierkastenverse

Olga Ernst (Foto): Saharastaub auf der Schwäbischen Alb
Aufnahme vom 06.02.2021 (Detail); via Wikimedia Commons; Liz.: CC BY-SA 4.0


  Aktuelle Leierkastenverse *)

Stachliges
Ich mag, wenn sie am Gaumen
mit Wohlgeschmack zergehn,
doch wird man diese Pflaumen
bei mir nicht wachsen sehn.
Seit Zeiten, schon geraumen,
kann eins ich nicht verstehn:
auch ich hab 'grünen Daumen' –
nur leider bei Kakteen!

Staub
Die Hitze unsrer Sonnen
weht den Saharastaub
zu hunderttausend Tonnen
bis Brüssel, wie ich glaub.
Bald fehlt uns Nass im Bronnen,
vertrocknen wird das Laub –
noch eh wir uns besonnen,
sind wir des Klimas Raub.

Testerei
Von "Kullern" ganz verpestet
der Globus, wie man schaut,
doch wird jetzt scharf getestet:
wir zeigen uns erbaut!
Noch ist fast nichts vernestet,
so dass die 'action' flaut –
schon sind ein paar gemästet,
dass Augen man kaum traut.

Zahlenspiele
Man findet in Annalen
die Wochen-Inzidenz
mit immer andren Zahlen –
die haben die Tendenz,
dass sie gut untermalen
der Kugeln Virulenz!
Wir selber leiden Qualen
in 'Lockdown'-Permanenz.

elbwolf (08.03.2021)

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*) Anmerkung:
Die ersten Leierkastenverse wurden auf Versbildner am 22.11.2016 gepostet. Dort stehen auch ein paar Regeln. Die Bezeichnung ist eine "eigene Erfindung". Im Sinne bekannter lyrischer Formate handelt es sich um eine Art von Sizilianen (die ja nur 2 Reimsilben haben, abababab), deren Verse hier aus dreifüßigen Jamben bestehen.

Freitag, 5. März 2021

Paradiesische Zeiten

Erastus Salisbury Field (1805-1900): The Garden of Eden, ~1860.
Museum of Fine Arts, Boston (USA); via Wikimedia Commons; Public Domain.


 

Paradiesische Zeiten

Es gab für Mensch und Tier schon Paragraphen
im Paradies: die waren vorgesehen,
zu sichern solcherart ihr Fortbestehen,
weshalb sie alles Lebende betrafen.

Zufrieden war der HErr – er schuf den Hafen,
der Existenz versprach und Wohlergehen –
bei freiem Willen. Würde es geschehen,
dass man Gebot missachtet – trotz der Strafen?

Wer ist denn wirklich Krone der Natur?
Der Mensch, dem er so vieles zugestand,
kam vom Verstande her nicht in die Spur.

Wenn alles läge in des Gottes Hand
und das nicht ausschloss menschliches Versagen –
wär man erneut am Anfang aller Fragen.

© lillii (Luzie-R)