Hier schreiben Hobbydichter für Lyrik-Freunde – meist Gereimtes und nur Druckreifes! Willkommen also, viel Vergnügen mit unseren Gedichten und deren Bebilderung!

Aufrufe unseres Blogs erfolgen automatisch mit Sicherheitsprotokoll "https". Am 18. Mai 2022 hatten wir unseren 600. Beitrag in den Blog gestellt!

Bereits seit Jahresbeginn bringen wir neue Folgen an Kalenderblättern und Monatsbildern. Darum herum dann das, was sich an Einfällen so ergibt – man wird sehen! Nun ja, was man auch sieht: wir "unterschlagen" seit einer ganzen Weile auch einen gewissen Anteil an sanfter Erotik nicht länger - die Zeiten sind eben so ...

Wir teilen den Lesern unseres Versbildners mit und bitten um Verständnis, dass wir auch weiterhin das monatliche Angebot auf 6 Beiträge beschränken - die Kontaktarmut dieser Zeit bringt leider auch eine gewisse Ideenarmut mit sich. Neueinstellungen erfolgen damit um die Kalendertage des 1., 6., 11., 16./17., 21./22., 25.-27. eines Monats.

Freitag, 10. Mai 2024

Vom Büchersammeln-4(5)

Teil der Büchersammlung in Goethes Wohnhaus am Frauenplan in Weimar;
Foto/Autor: Hajotthu (30.09.2015); GNU-Lizenz für freie Dokumentation ab Vers. 1.2
(via Wikimedia Commons)

Liebe Lyrik-Freunde, die Sie offen oder insgeheim Büchersammler sind!
Nachdem im dritten Beitrag dieser kleinen Reihe davon die Rede war, wie man digital(isiert)e Bücherlisten aus Text und /oder Bild aufstellt und mit ihnen umgeht, folgen in diesem Beitrag zunächst zwei thematische Bücherlisten, die Einzelheiten genauer erkennen lassen.
Eine ist die Liste der Kulturgeschichtlichen Romane im Prisma-Verlag Zenner und Gürchott: dieser Verlag hat es bekanntlich auch nicht bis in die blühenden Landschaften Ostdeutschlands geschafft.
Die andere Liste umfasst die ″BILD Bestseller-Bibliothek″, die aus lediglich 25 Bänden besteht, aber seinerzeit (so um 2005) vorteilhaft zu abonnieren ging und unter dem Geleitwort ″Große Romane – Großes Gefühl″ von sich reden machte. Die Literaturwissenschaft rechnet allerdings die knappe Hälfte der Titel der Trivialliteratur zu – und die findet eben ihre Käufer!

Kulturgeschichtliche Romane / Prisma Verlag; Leipzig / ″abgewickelt″ Jan. 1992
Murányi-Kovács, Endre: Der Zauberer von Florenz (Jugend Leonardos). 1964, ill.
 
Finster, Ernst: Wolfsjahre (Dreißigjähriger Krieg). 1975, ill.
 
Fridegard, Jan: Land der hölzernen Götter.1980
 
Gárdonyi, Ich war den Hunnen untertan (Völkerwanderungszeit)
 
Hartenstein, Elisabeth: Ein goldenes Pferd für Yüan (Han-Zeit). 1972. Ill.
 
Hegedüs, Josef: Fremde Segel vor Salamis (Perserzeit)
 
Hering, Elisabeth: Der Bildhauer des Pharao. 1971
 
Hering, Elisabeth: Die Magd der Pharaonen Zeit der Hatschepsut)
v
Hering, Elisabeth: Irrgarten des Lebens (Anjou in Neapel). 1985
 
Hering, Elisabeth: Südseesaga (Polynesien)
 
Hering, Elisabeth: Zu seinen Füßen Cordoba. 1976
 
Illing, Walter: Drachenschiff vor Amerika. 1976, ill.
 
Klose-Greger, Hanna: Inka, Sohn der Sonne (Inkareich). 1979, ill.
 
Klose-Greger, Hanna: Insel der heiligen Stiere (Kreta)
 
Klose-Greger, Hanna: Lard, der Etrusker (Etrurien). 1961, ill.
 
Miethke, Helmuth: Weit sehen die Türme Babylons (Hammurapi). 1971
v
Murányi-Kovács, Endre: Der Zauberer von Florenz (Jugend Leonardos). 1964, ill.
 
Passuth, László: In den Lagunen Cecila (Giorgione). 1972
 
Pludek, Alexej: Ratgeber der Radschas I/II. 1986, ill.
 
Reimann, Marion: Das Urteil von Ingelheim. 1979, ill.(
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Reimann, Marion: Schach dem Kaiser (Zeit von Otto I). 1975, ill.
 
Revay, Josef: Verrate den Panther nicht. 1967
 
Richter, Egbert: Drachen werfen lange Schatten (Babylon)
 
Riemschneider, Margarete: Im Garten Claudias. 1970, ill.
 
Riemschneider, Margarete: Keine Stadt ist vor den Räubern sicher. 1969, ill.
v
Schönebeck, Erich: Und auf Erden Dschingis Chan. 1966, ill.
v
Sebastian, Klaus: Schweig Kamanas (Hethiter). 19894, ill.
 
Smirnowa-Rakitina, Wera: Spiegel der Weisheit (Avicenna). 1963
 
Zottmann, Martin: Botschaft für den Kalifen. 1978, ill.

BILD Bestseller-Bibliothek / Titel № 1-25; als Halbjahres-Abo / ~2005
 
Capote, Truman: Kaltblütig (№ 18). © 1988
 
Christie, Agatha: Mord im Orientexpress (№ 15). © 1934
v
Clavell, James: Tai-Pan (№ 10). © 1966
 
Crichton, Michael: Jurassic Park (№ 17). © 1990
 
Follett, Ken: Die Nadel (№ 5). © 1978
 
Fredriksson, Marianne: Hannas Töchter (№ 2). © 1994
 
Groult, Benoîte: Salz auf unserer Haut (№ 25). © 1988
v
Hammesfahr, Petra: Das Geheimnis der Puppe (№ 6). dt-© 1991
 
Harris, Robert: Enigma (№ 20). © 1995
 
Harris, Thomas: Das Schweigen der Lämmer (№ 8). © 1988
 
Heller, Eva: Beim nächsten Mann wird alles anders (№ 13). © 1987
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Higgins Clark, Mary: Mondlicht steht dir gut (№ 24). © 1996
v
Higgins Clark, Mary: Mondlicht steht dir gut (№ 24). © 1996
 
James, P. D.: Wer sein Haus auf Sünden baut (№ 22). dt-© 2003
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Kaye, M(ary) M.: Palast der Winde (№ 7). © 1978
 
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff (№ 11). © 1971
 
King, Stephen: Shining (№ 3). © 1977
 
Kishon, Ephraim: Drehn Sie sich um, Frau Lot! (№ 9). dt-© 1961
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Lenz, Siegfried: So zärtlich war Suleyken (№ 16). © 1955
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Lessing, Doris; Das fünfte Kind (№ 21). © 1988
v
Puzo, Mario: Der Pate (№ 1). © 1969
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Simmel, Johannes Mario: Niemand ist eine Insel (№ 12). © 1975
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Solschenizyn, Alexander: Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch (№ 23). © 1962
 
Wood, Barbara: Rote Sonne, schwarzes Land (№ 14). © 1988
 
Zimmer Bradley, Marion: Die Nebel von Avalon (№ 19). © 1982
 
Zweig, Stefanie: Nirgendwo in Afrika (№ 4). © 1995

Es handelt sich in beiden Beispielen um abgeschlossene Sammelgebiete, die den heutigen Sammler zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen.
Eine weitere Quelle, aus der sich thematische Listen von Büchern aufstellen lassen, sind große Verlagsserien, wie sie gestandene Verlage hervorbringen … oder hervorgebracht haben. So finden sich beispielsweise in der bekanntesten Taschenbuchreihe ″bb″ der ehem. DDR (und die steht mit einigen Schreibfehlern wirklich online in der Wikipedia) 21 Titel zur original-deutschsprachigen Lyrik:

Lyrik-Bände in der ″bb″-TB-Bibliothek / Titel № 1-652; AV / 1958-1990
v
Anthologie: Der Kuckuck auf dem Birnbaum saß (alte dt. Volkslieder; № 450). 1980
v
Anthologie: Ein Fischer saß im Kahne (dt. Balladen 19. Jh.; (№ 302). 1974
v
Anthologie: Es haben viele Dichter gesungen (№ 431). 1979
v
Anthologie: Es war ein König in Thule (Balladen; № 230). 1971
v
Anthologie: Es waren zwei Königskinder (dt. Volkslieder; № 625). 1989
v
Anthologie: Glück ohne Ruh (dt. Liebesgedichte; № 385). 1978
v
Anthologie: Saison für Lyrik (neue Ged. von 17 Autoren; № 195). 1968
v
Armin / Brentano: Des Knaben Wunderhorn (№ 464). 1981
v
Becher, Johannes R.: Anders ist der neue Tag (№ 87). 1960
v
Brecht, Bertolt: Grüner Mond von Alabama (№ 323). 1975
v
Brecht, Bertolt: Hundert Gedichte (№ 100). 1961
v
Heine, Heinrich: Deutschland (Ein Wintermärchen; № 29). 1959
v
Heine, Heinrich: Lebensfahrt (150 Ged.; № 250). 1972
v
Kästner, Erich: Montagsgedichte (№ 636). 1989
v
Kästner, Erich: Warnung vor Selbstschüssen (№ 161). 1966
v
Morgenstern, Erich: Alle Galgenlieder (№ 509). 1983
v
Mühsam, Erich: Der Bürgergarten (Zeitgedichte; № 492). 1982
v
Ringelnatz, Joachim: Überall ist Wunderland (№ 229), 1971
v
Tucholsky, Kurt: Zirkus des Lebens (№ 362). 1976
v
Wedekind, Frank: Greife wacker nach der Sünde (100 Ged.; № 284). 1973
v
Weinert, Erich: Das pasteurisierte Freudenhaus (satirische Zeitged.; № 400). 1978

Werden Sie bitte nicht neidisch, liebe Leser, dass bei allen Einträgen das ″v″ als mein Besitzvermerk steht, denn ich habe die bb-Serie wirklich komplett!
Und nun könnten Sie ja eigene thematische Listen erstellen, selbst wenn sie diese lediglich als einfache Checklisten auf dem Trödel verwenden würden.


Mit Bücherlisten die Bücher überlisten!
Die Bücherwelt thematisch listen,
damit kein Buch auch durch die Lappen geht,
und sammeln dann in langen Fristen,
bis mählich eine Bücherbank entsteht!
Da ist es aus mit Langeweile
und führt bestimmt in letzter Konsequenz
- wenn ich die Sache richtig peile -
nur zur Verbesserung der Kompetenz.

Dann also bis zum letzten Beitrag – der Sie wahrscheinlich überraschen wird.

© elbwolf al. W. Herrmann

Pardon: Am Anfang der ersten Liste wird vom System eine unnötige Zeile generiert - die Ursache konnte bisher nicht gefunden werden.

Mittwoch, 1. Mai 2024

Kalenderblatt 05v2024: Dotterblumenpflücken vor hundert Jahren

 

Walther Georgi (1871, Leipzig – 1924, Holzhausen am Ammersee)
– ab 1896 einer der Hauptmitarbeiter der Münchener ″Jugend″ –
Graphisches Blatt für die Nr. 14 der ″Jugend″ von 1902
[Zeitschrift im Besitz des Verfassers]


Geburtstagsstrauß

Aber bitte zeitgemäß - oder?

(Verse zur Grafik; Autor unbekannt;
evtl. Wilhelm Busch zum 70. gewidmet)

(Es gibt bei genauerem Hinschauen immer etwas zu bekritteln!)

Dies holde Mägdlein, das entzückt
Am Bach die Dotterblumen pflückt,
Sieht wie die Jugend selber aus,
Die einen schönen, goldnen Strauß
Dem Dichter band, dem lieben,
      greisen,
Sich treu und dankbar zu erweisen,
Dass er so oft die trübe Welt
Wie Lenzeslachen uns erhellt!

Im weißen Kleide pflückt die Maid
am Bach die gelbe Dotterblume –
es tut ihr scheinbar gar nicht leid,
wenn sie auf Knien durch
      Wiesenkrume
dahinrutscht züchtig längs am Bach,
wo knorrig stehn die Erlenbäume –
ich ahne, dass ich mir eins lach,
weil ich hier kaum etwas versäume!




Kalenderblatt 05/2024 – Geburtstagsstrauß (links), Verfasser unbekannt;
Persiflage (rechts): Verfasser Wolfgang Herrmann al. elbwolf

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Wegen des verspäteten Einstellens des Kalenderblattes wird um Entschuldigung
gebeten – der PC-Crash ist immer noch nicht ganz behoben …(WH)

Dienstag, 16. April 2024

An den Frühling

James Jebusa Shannon (1862, Nähe New York - 1923, London):
“Im Frühling“ (1896); üblicher Titel: “Zärtlichkeiten unter Apfelblüten“;
Standort: Privatsammlung; Aufnahme: Sotheby′s Publications 1989;
via Wikimedia Commons; Liz.: gemeinfrei.

An den Frühling

Du bist so ungestüm, mein Liebster!
Du bist zwar stürmisch, aber kalt.
Ich hab so lang auf dich gewartet!
Der Wald war jung und wurde alt.
Jetzt trägt er neue Lebensknospen.
Ich wusste es, du kommst jetzt bald.

Du hast gesäuselt und geschmeichelt,
Dein Atem streifte meine Haut.
Lass mich erneut von dir verführen,
Wär gerne deine schöne Braut.
Doch du bist launisch wie ein Jüngling,
Reißt mir den Schleier vom Gesicht.

Und trägst ihn fort zu einer Andern.
Mein Liebster, das ertrag ich nicht.
Es ist wohl so, dass alles Leben
Mit deiner Ankunft neu beginnt.
Drum sollst Du allen Liebe geben,
Damit das Dunkel nicht gewinnt.

Ich schau dir zu und lass dich lieben,
Auch wenn ich nun verzichten muss.
Berühr die kahle Welt und schenk ihr
Den lang ersehnten Frühlingskuss.

© A. Weinhart

Montag, 8. April 2024

Pferd vs. Traktor – Scherzgedicht

“Jagsttal mit Nebentälern und angrenzenden Gebieten …“
(Landschaftsschutzgebiet; Nähe Wallfahrts-Kapelle St. Wendel zum Stein;
Im dichten Laubwald wächst und blüht im Monat Mai überreich Bärlauch)
© Roman Eisele; via Wikimedia Commons ; CC BY-SA 4.0; Foto: 15.5.2022.

Pferd vs. Traktor

Das weiß ein jedes Bäuerlein:
sehr bald schon – ehe es zu spät –
muss Korn in Feldes Krume sein;
noch sind die Körner nicht gesät.
Man spannt kein Rösslein da mehr an,
denn längst ersetzt des Pferdes Kraft
der Traktor, mit dem unser Mann
die Arbeit per Mechanik schafft.

Der Bauer sagt nicht hotte-hüh;
er spornt das Pferd zu einem Ritt;
das galoppiert ganz ohne Müh‘
und braucht nicht einen Tropfen Sprit.
Zur Kutschfahrt wird noch angespannt,
Kutschieren geht nicht ohne Pferd –
welch Riesenfreude: Ritt durchs Land;
das ist doch einen Traktor wert!

Im Bilde oben macht man Pause
für eine Bio-Bärlauch-Jause.

© Luzie Rudde

Montag, 1. April 2024

Kalenderblatt 04v2024: Königsallee in Düsseldorf, Frühjahr 1914

Max Stern (Düsseldorf 1872-1943, beim „Pfingstangriff“ umgekommen);
„Die Königsallee“, Gemälde (oben beschnitten), ~1900-14;
farbige Abbildung in J.J.Webers Illust. Zeitung Bd. 130; gemeinfrei;
(Verbleib des Gemäldes - unbekannt; Zeitung ist im Besitz des Verfassers)

 

Frühlingsspaziergang – 1914/2024

Flanieren an der Frühlingsluft:
Gut angezogen sind die Leute;
Es trägt so eine schicke Kluft
Nicht jeder - und das gilt bis heute!

Die Oma unterm Sonnenschirm
Verschnauft und sitzt auf einer Banke
Ansonsten aber ist sie firm
Und sagt der Sonne leis‘ ihr “danke“.

Obgleich April seit Sonntag schon,
Ist etwas gänzlich ungeheuer –
Die Maut krächzt weiter voller Hohn:
Den Job schmeißt hin Herr Ändi Scheuer!

 



Kalenderblatt 042024 – Frühlingsspaziergang 1914
Lebensdaten siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Stern_(Maler)
Verse © Wolfgang Herrmann al. elbwolf

Montag, 25. März 2024

Vom Büchersammeln-3: Bücherlisten aus Text- und Bild-Infos

Liebe Lyrik-Liebhaber, die Sie auch Büchersammler sind!
In den ersten beiden Beiträgen dieser kleinen Reihe habe ich vom „Büchersammeln an sich“ und dem Platzbedarf bzw. dem Umfang einer eigenen Büchersammlung gesprochen.

Heute nun werden die Grundelemente informatorischer Arbeit an/mit Büchern behandelt: digital(isiert)e Bücherlisten aus Text und Bild.

Die platz- und zeitmäßigen Verhältnisse hier im Blog machen allerdings die Beschränkung auf ein illustratives Einzelbeispiel notwendig: ich habe mich für die Serie historische Kriminalromane aus der DDR-Zeit des Verlags Das Neue Berlin entschieden, dessen Schicksal übrigens in dem nebenstehenden Buch von Christoph Links (dort S. 205/6) dargestellt ist.

 Und selbstverständlich dürfen Sie sich Gedanken machen, warum die Serie mit dem Jahr 1989 „offenbar beendet“ war!

Historische Kriminalromane (Vlg. Das Neue Berlin, 1971-89)

Historische Kriminalromane im Format 10,5x17 cm;
Karton-Einbände von Klaus Ensikat.
Die (mit ø) gekennzeichneten 8 Titel fehlen in meinem privaten Buchbestand, die übrigen (mit v) gekennzeichneten sind vorhanden.
Die Fehltitel sind nachfolgend auch mit ihren Umschlag-Illustrationen gelistet:

Nr      Autor / Titel / Jahr der (Erst/Zweit-)Auflage
01 ø  Anzengruber, Ludwig: Unter schwerer Anklage. 1984
02 v
  Auerbach, Berthold: Die Geschichte des Diethelm v. Buchenberg. 1971
03 ø  Boßhart, Jakob: Der Grenzgänger. 1983
04 v
  Bourget, Charles-Joseph-Paul: André Cornélis. 1989
05 v
  Chester, George Randolph: Das Geld auf der Straße. 1983
06 v
  Chesterton, Gilbert Keith: Das unlösbare Problem. 1977
07 ø  Collins, William Wilkie: Der Mondstein. 1985
08 v
  Collins, William Wilkie: John Jagos Geist. 1984
09 v
  Deledda, Grazia: Der Efeu. 1988
10 v
  Dumas, Alexandre: Gabriel Lambert. 19872
11 v
  Ebenstein, Erich: Das Geheimnis vom Brintnerhof. 1987
12 v
  Elvestad, Sven: Das Geheimnis des Alten. 1989
13 ø Fontane, Theodor: Unterm Birnbaum. Ellernklipp. 1985
14 v
  Gaboriau, Émile: Akte 113. 1989
15 v
  Gaboriau, Èmile: Der Fall Lerouge.19802
16 v
  Gaboriau, Émile: Monsieur Lecoq. 1982
17 v
  Glauser, Friedrich: Wachtmeister Studer. 1988
18 ø  Goetz, Kurt: Die Tote von Beverly Hills. 1975
19 v
  Gorki, Maxim: Pawel, der arme Teufel. 1977
20 ø  Heyse, Paul: Andrea Delfin. Fräulein Johanne. 1988
21 v
  Hornung, E. W.: Raffles als Richter.1979
22 ø  Huch, Ricarda: Der Fall Deruga. /z. Z. kein Online-Angebot!/
23 v
  Hume, Fergus W.: Das Geheimnis des Fiakers. 1984
24 v
  Leroux, Gaston: Das Geheimnis des Gelben Zimmers. 1978
25 v
  Lindau, Paul: Der Prozeß Graef. 1985
26 v
  Mark Twain: Wilson, der Spinner. 1986
27 v
  Meinhold, Wilh.: Maria Schweidler, die Bernsteinhexe. 1984
28 v
  Mérimée, Prosper: COLOMBA. 19872
29 v
  Serner, Walter: Die Tigerin. 1985
30 v
  Sudermann, Hermann: Die Reise nach Tilsit. 1988
31 ø  Theden, Dietrich: Menschenhasser. 1985
32 v
  Tschechow, Anton: Ein Drama auf der Jagd. 1987
33 v
  Zangwill, Israel: Das große Geheimnis der Bow Street. 1985
34 v
  Zola, Émile: Thérèse Raquin. 1983


Bucheinbände meiner derzeitigen Fehlbände № 01, 03, 07, 13, 18, 20, 22, 31.

Die Krimis sind als Genre noch nicht alt –
Doch sind inzwischen sie geadelt!
Wer sie mit links abtut, der merkt sehr bald,
Dass man die guten lobt, nicht tadelt.
Und hebt sie einer gar bis in den Himmel,
So hat er eben einen Krimi-Fimmel!

elbwolf (W.H.)
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Der nächste Beitrag bringt Vorschläge zur Thematisierung von Titellisten.

Samstag, 16. März 2024

Der Schwan

"Idylle sur le Lac d'Amour" Maurice Dubois
Quelle:
Maurice Dubois, Les Peintres du XXème siècle (1926)
Fotograf unbekannt; Foto vom 25.07.2020; via Wikimedia Commons:

Liz.: CC BY-SA 4.0

 

Der Schwan

Er wollte sich so gern vermählen.
Der Frühling kam und auch die Lust,
Doch fand er keine Herzensdame,
Er seufzte tief aus Schwanenbrust.

Doch endlich sah er eine Schöne.
Sie war sehr stattlich anzusehn.
Die war die Seine, keine Frage,
Er würde nicht im Schatten stehn.

Er folgte täglich ihren Spuren,
Ganz gleich, wohin sie sich begab,
Nur leider zog sie unbeeindruckt
Den See hinauf und auch hinab.

Der Schwan litt große Liebesqualen,
Er fraß nicht mehr und ließ sich gehn,
Ein Trauerschwan war er geworden.
Das Elend konnte jeder sehn.

Es kam der Herbst mit kühlen Tagen
Er folgt‘ noch immer ihrer Spur.
Doch eines Morgens war die Schöne
Verschwunden. Nein, wo war sie nur?

Ein alter Schwan nahm ihn beiseite,
Nahm ihn zur Brust und machte klar,
Dass seine heißgeliebte Schwänin
Ein rosarotes Tretboot war.

© A. Weinhart

Freitag, 8. März 2024

Frühling – mit Blaumeise

 

Foto: Arnstein Rønning: Blaumeise im Nest (22.05.2010; Larvik, Norwegen)
via Wikimedia Commons; Liz.: CC BY-SA 3.0

Frühling in heutiger Zeit

Der Frühling beginnt stets im Märzen,
das Lüftchen weht linder und lauer,
zwar aufgelegt ist man zum Scherzen –
doch arbeiten muss nun der Bauer.

Die Blumen, ob Tulpen, Narzissen –
sie wagen sich mutig hervor,
die Frühlingsnatur lässt sie wissen:
der Frühling steht wieder vorm Tor.

Die Meisen, sie bauen sich Nester –
bereiten sich vor auf die Brut,
dazwischen im Vogelorchester
da piepsen sie lautstark um Mut.

Wie wär's, wenn wir mit ihnen stimmen
und sängen dem Frühling ein Lied?
Wer kann, soll auch Berge erklimmen;
wer nicht ... trällert eben hinied′.

© Luzie Rudde

Freitag, 1. März 2024

Kalenderblatt 03v2024: Winter ade!

Abraham Neumann (Galizien 1873 – Krakau 1942, umgekommen):
„Winterlandschaft“, ausgestellt a. d. Münchner Sezession 1908;
farbige Abbildung in J.J.Webers Illust. Zeitung Bd. 130; gemeinfrei.
(Verbleib des Gemäldes - unbekannt; Zeitung ist im Besitz des Verfassers)

 

 Winter ade!

Vom Eise befreit
war′n damals die Bäche –
vor einem Jahrhundert,
zu Frühlingsbeginn.

Und heut sind sie frei
das ganze Jahr über –
hat Gretels Bemühen
denn gar nichts bewirkt?

Vielleicht bleibt es mild ...
womöglich wird′s rauer;
vielleicht kommt ein Regen,
der alles macht nass?

Prognose, die baut
auf einfacher Formel:
es ändert sich′s Wetter –
sonst bleibt es, wie′s ist.

 

 


Kalenderblatt 03/2024 – Winterlandschaften
Verse © Wolfgang Herrmann al. Elbwolf