Diesen Blog haben wir 11/2016 neu gestaltet und führen ihn im Team weiter. Das verspricht mehr Vielfalt - wie man wohl schon an unseren Gesichtern ablesen könnte.
Allen Besuchern - herzliches Willkommen und viel Vergnügen bei/mit unseren Gedichten!
Im NOVEMBER 2017 würdigen wir einen Mundart-Dichter aus dem Thüringischen früherer Zeit. Als eines der letzten (hier noch nie gezeigten) "Gedichte großen Formats" stellen wir die Sestine vor. Und sonst - mal sehn!

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Oktober – Ein Monatsbild

Gerard Horenbout u. a.: Breviarium Grimani, Monatsbild Oktober (Buchmalerei/Pergament, ~1510)
Standort: Nationale Markusbibliothek, Venedig; Quelle: wikimedia.commons; gemeinfrei.
Drei Beschäftigungen in der Landwirtschaft zeigt das Monatsbild:
das Eggen der Felder, das Ausbringen des Wintergetreides und das Schützen der Saat
durch Vertreibung der Saatkrähen.

Oktober – Ein Monatsbild

Das Arbeitsvolk ist immer auf dem Sprunge,
es hat stets alle Händen voll zu tun;
Die hohe Herrschaft beißt sich auf die Zunge
und lässt die meisten Tätigkeiten ruhn.

Nicht ganz – denn auf ein angestammt' Vergnügen,
die Jagd aufs Wild, da gibt es kein Verzicht;
ja selbst der kleine Mann will sich nicht fügen,
und kommt – wird er erwischt – vor ein Gericht.

Der Monat gilt im Mittelalter heilig …
Wer auf den holden Ehestand bedacht,
der hat's von einem Tag zum andern eilig:
voll Umsicht wird die Hochzeit abgemacht.

Am Baum beginnt das Laub sich einzufärben
Oktober schmückt sich selbst in dieser Art:
als "Goldner Mond" will er sich Gunst erwerben –
und ist vorbei, eh' man es nur gewahrt.

© elbwolf (WH, 10/2017)
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○ Link auf eine populäre Darstellung des Oktober in mittelalterlicher Zeit.
○ Link auf eine Sammlung Lyrik- und Prosa-Titel über den Oktober.

Montag, 16. Oktober 2017

Mundart-Verse (7) – Ein Dankeschön an unsere Autoren

Notabene: In bisher sechs Folgen haben verschiedene Autor/innen Mundart-Verse in unserem Blog "Versbildner" veröffentlicht. Der Begriff mag für Sprachwissenschaftler etwas unscharf sein – hier steht er für Gedichte, die man in solcher "Würze" nur in "Regionalsprachen" findet. Auch sind sie den formalen poetischen Auflagen durch das Hochdeutsche weit weniger (oder auch gar nicht) verpflichtet.
Um der scheinbaren Kurzlebigkeit im Internet zu begegnen, nennen wir hier unsere Autoren noch einmal in einer Zusammenfassung – jeweils auch mit einer kleinen Zugabe an Versen.
Für Unkundige, die wohl manches Mal "begriffsstutzig" sein würden, gibt es auch heute und hier die Übertragungen ins Hochdeutsche.
Den jeweiligen Originalbeitrag findet man am einfachsten, wenn das Label "Mundart-Verse" angeklickt wird; sonst klickt man im Blog-Archiv den entsprechenden Monat von 2017 an und dort dann den Titel selbst.

(1) Gisela Gesang – Rostocker Platt

 Aus: Weihnachtserinnerungen (2004):

Hüt häw ick allens bi de Hand:
kann äten, drinken wat ick will;
häw warmet Water ut de Wand;
wenn ick nich lopen mag, sit'k still.

Gisela Gesang lebt in Rostock. Ihre Gedichte und Beiträge in Platt werden von örtlichen Zeitungen und vor allem dem Warnemünder "Tidingsbringer" gern veröffentlicht. Sie wird manchmal von Leuten auf der Straße angesprochen, die ihr für den Gebrauch  des heimatlichen Platt danken möchten.
Ihr Beitrag "Mien leiwste Plag" steht unter April 2017.

(2) Ernst Blumenstein – Höchstalemannisch/Schwyzerdütsch

Aus: Weniger wäri meh (1991):

Mängmol macht's mer Angscht
well emer meh Wohlstand
d'Umwält belaschtet –
weniger wäri meh.

Ernst Blumenstein lebt in Tägerig/Reuss im Kanton Aargau – südlich vom Hochrhein. Er schreibt schon seit längerem Gedichte auf "Schwyzerdütsch", mit denen er seine Nächsten bedenkt. Er selbst führt einen Internet-Blog, stellt mit anderen zusammen alemannische Mundart-Lyrik auf eine Webseite.
Ein Gedicht und fünf kleine Bonmots stehen unter Mai 2017.

(3) Jean-Louis Kieffer – Moselfränkisch

                    Dau (prämiiert 2010)
                   
                    Eich vergehn wéi en Greiw in der Pann
                    Wenn dau mich aakuckscht.
                    Un mein Blout spruddelt von Freed
                    Wenn dau géer wellscht.
                    Et ganz Wasser von der Welt
                    Séngt in deinen Auen
                    Un dodrenn
                    Wéll eich / Ersaufen

Jean-Louis Kieffer lebt bei Bouzonville im deutschsprachigen Département Moselle. Er ist Präsident des Vereins "Gau und Griis", der für die Erhaltung der Fränkischen Sprache eintritt; selbst schreibt er seit 1985 und hat zahlreiche Veröffentlichungen sowie einen personellen Artikel in der französischen Wikipedia.
Drei Gedichte (eins davon unveröffentlicht!) stehen unter Juni 2017.

(4) Matthias Fritzsch – Westerzgebirgisch

            Aus: Wu is de Zeit bluß hie:

Im Sommer namme de Tog langsam o,
schu is dor Harbst mit bunte Blätter do.
Un viel, viel schneller als mor dachten,
hobn mir Advent un feiern Weihnachten.
Nu tut mor wieder am Gahresende stieh,
un frogt erstaunt, wu is de Zeit bluß hie.

Matthias Fritzsch lebt in Zwickau. Er begann 1992 mit dem Schreiben von Mundart-Gedichten und -Liedern sowie Kurzgeschichten und publiziert viel in Zeitungen, Heimatblättern u. a. m. Er ist im "Erzgebirgsverein e.V." aktiv, gehört der Erzgebirgsgruppe "De Rödelbachtaler" an.
Drei recht "launige" Gedichte von ihm stehen unter Juli 2017.

(5) Fred Boger – Remstaler Schwäbisch

          Aus: Goischtr – frei nach Goethes "Totentanz":
         
          Heit sen die Goischtr ao nemme dees wase scho warad
          z faul zom Laufa - wellad ao blos noh fahra!
          Schtell dai Radio ai, noo hersch scho dr Säga,
          uf dr Autobah kommt oim a Goischtrfahrer entgega!

Fred Boger stammt aus dem Remstal (BaWü), wanderte in die USA aus und erwarb an der U. of Illinois den MA-Grad. Danach lebt er in Heilbronn, von Beruf Lehrer. Dem Schreiben widmete er sich erst als Ruheständler. 1982 erschien sein Buch "Aus em Ländle" - Gedichte in schwäbischer Mundart. In der Regionalpresse ist er ein aktiver Leserbriefschreiber.
Drei Gedichte aus dem 1982er-Buch stehen unter August 2017.

(6) Ingeborg F. Müller – Kölsch

Nit pingelich! (2017)

Em Internet, / dat wor der jet,             Do kom vörbei, / met vill Buhei,
do hatt sich ens verlaufe,                   ne Satz, däm dat jet fähle.
ne Bochstav klein,                              Flöck wie der Bletz,
stundt jetz allein                                 sprung aan de Spetz,
jenau jesaat et kleine "r" ,                   dat kleine "r" ovschüns im klor,
woss nit wohin un nit woherr.             dat die Plaatz bloß för Jroße wor.

Ingeborg F. Müller, geboren, aufgewachsen und wohnhaft in Köln. Sie ist Absolventin der "Akademie för uns kölsche Sproch" mit Kölschexamen und Kölschdiplom und gehört dem Akademie-Beirat an. Seit Mitte der '90er Jahre schreibt sie Mundarttexte und tritt auf Veranstaltungen auf; sie hat zahlreiche Veröffentlichungen.
Drei eher heitere Gedichte stehen unter September 2017.

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Unser Jahresprogramm 2017 an Mundart beschließen wir in den Monaten November und Dezember mit zwei Mundart-Dichtern, die heute nicht mehr unter uns weilen –  aus der Oberlausitz und aus Westthüringen. Die Vorlagen sind einem Buch aus dem 1992 untergegangenen Greifenverlag zu Rudolstadt entlehnt, dessen große Verdienste um die Buchkultur wir damit ebenfalls ins Gedächtnis rufen möchten.

Das Team von "Versbildner"
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Übertragung der Verse ins Hochdeutsche:

(1) Rostocker Platt
Heut hab alles bei der Hand
kann essen, trinken was ich will,
hab warmes Wasser aus der Wand;
wenn ich nicht laufen mag, sitz ich still.

(2) Schwyzerdütsch
Manchmal macht es mir Angst,
weil immer mehr Wohlstand
die Umwelt belastet –
weniger wäre mehr.

(3) Moselfränkisch
Ich schmelze wie eine Griebe in der Pfanne
Wenn du mich anschaust.
Und mein Blut wallt vor Freude
Wenn du es nur wolltest.
Alles Wasser dieser Welt
Singt in deinen Augen
Und darin / Will ich / Ertrinken.

(4) Westerzgebirgisch
Im Sommer nehmen die Tage langsam ab,
schon ist der Herbst mit bunten Blättern da.
Und viel, viel schneller als wir dachten,
haben wir Advent und feiern Weihnachten.
Nun stehn wir wieder am Jahresende
und fragen erstaunt, wo ist die Zeit nur hin.


(5) Remstaler Schwäbisch
Heut sind die Geister auch nicht mehr das, was sie schon mal waren
zu faul zum Laufen – sie wollen auch bloß noch fahren!
Stell dein Radio an, dann hörst du die Ansage,
auf der Autobahn kommt einem ein Geisterfahrer entgegen.

(6) Kölsch
Im Internet / begab es sich,         
da hatte sich mal verlaufen       
ein Kleinbuchstabe,                    
stand jetzt allein,                        
genau gesagt, das kleine "r"       
wusste nicht wohin und nicht woher.

Do kam vorbei, / mit viel Geschrei,
ein Satz, dem das jetzt fehlte.
Flink wie der Blitz,
sprang an die Spitz,
das kleine "r", obschon ihm klar,
dass dieser Platz nur für große war.

Freitag, 13. Oktober 2017

Gesumm oder Gebrummel – was wäre erotischer? (Pantun)

Anders Zorn (1860-1920): Zwei badende Frauen (Detail; Badande kullor i bastun, 1906)
Standort: Stockholm, Nationalmuseum, Nr.1638; Quelle: wikimedia.commons; gemeinfrei

Gesumm oder Gebrummel –
was wäre erotischer?
(Pantun / malaiischer Sprechgesang)

Gefragt wird nur, wes Reize seien unerreicht
Die Biene legt sich an mit einer Hummel
Die Schlanke findet eigenes Gesumm nicht seicht
Die Dralle setzt auf lüsternes Gebrummel

Die Biene legt sich an mit einer Hummel
Sie hat mit Raffinesse viele schon erhascht
Die Dralle setzt auf lustvolles Gebrummel
Der Unvorsichtige wird ordentlich vernascht

Sie hat mit Raffinesse viele schon erhascht
Es lässt sich eben mancher gerne fangen
Der Unvorsichtige wird ordentlich vernascht
Gestillt wird beiderseitiges Verlangen

Es lässt sich eben mancher gerne fangen
Ob Hummel oder Biene ist ja oft egal
Gestillt wird beiderseitiges Verlangen
Als lustvoll gilt Gebrummel allemal

Ob Hummel oder Biene ist ja oft egal
Die Schlanke findet eigenes Gesumm nicht seicht
Als lustvoll gilt Gebrummel allemal
Gefragt wird nur, wes Reize seien unerreicht

© elbwolf, 07.10.2017
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Anm.:
Das Pantun-Format ist hier mit 11/12-Silbern nahezu ausgeschöpft. Als Reimschema wird bei 5 Strophen vorgeschrieben: abcd | bedf | egfh | gihj | icja
- - - - - - - - -
Aufklärender Hinweis:
Natürlich sind Biene und Hummel als Synonyme zweier unterschiedlicher Weiblichkeiten zu verstehen, wie sie im Bild vorgeführt werden: Die eine will gerade der anderen die Bratpfanne überziehen, die wiederum versucht, dem Schlag durch Untertauchen im Zuber zu entgehen. Und trotz dieser (vielleicht nur scheinbaren) Kontroverse, die ich hoffentlich richtig aus Zorn's Bild herauslese (?), sind es letztlich doch die Reize, die einen reizen … aber das steht ja schon im Pantun selbst.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Die Kunst zu leben (Pantun)

Variation / Detail (?) zu "The Golden Girls" (of Des Brophy Art ?)
(Cet artiste peint des scènes triviales, très britanniques, qu’il présente d’une façon humoristique)
Quelle dieser Variation nicht exakt recherchierbar, aber hundertfach auf Pinterest vertreten
Die Kunst zu leben
(Pantun; malaiischer Sprechgesang)

Ums Leben zu verstehen, brauchst Du Wissen,
dass auf die Sonne warten niemals lohnt.
Drum fasse Mut und tanze hingerissen -
im Regen, dort schon lang das Leben wohnt.

Dass auf die Sonne warten niemals lohnt,
dies ist nicht neu und lange Dir bewusst.
Im Regen, dort schon lang das Leben wohnt -
so tauch hinein mit Freud' und Lebenslust.

Dies ist nicht neu und lange Dir bewusst,
man selber ist des eignen Glückes Schmied -
so tauch hinein mit Freud' und Lebenslust
trag auf den Lippen stets ein frohes Lied.

Man selber ist des eignen Glückes Schmied,
Drum fasse Mut und tanze hingerissen -
trag auf den Lippen stets ein frohes Lied.
Ums Leben zu verstehen, brauchst Du Wissen.

© lillii (L-R)

Samstag, 7. Oktober 2017

Herbstmagie

Otto Modersohn (1865-1943): Herbst im Moor (1895)
Standort: Kunsthalle Bremen; Quelle: wikimedia.commons; Liz.: gemeinfrei.
 Herbstmagie

Ebereschenfeuer brennt.
Sommer flieht, Sommer rennt.
Nebel liegen auf den Wäldern,
Letzte Halme auf den Feldern
Lassen treiben sich vom Wind.

Ebereschenfeuer loht.
Sommerend - Sommertod.
Krähen graben in den Schollen,
Nicht einmal die Vögel wollen
Überwintern hier im Land.

Ebereschenfeuerglut.
Sommer schläft, Sommer ruht.
Doch vom letzten Licht entzündet
Bleibt – durchaus nicht unbegründet –
Hoffnung hängen im Geäst.

Ebereschenfeuerbrand
Ist gelöscht, ist gebannt
Sonnenenergie gespeichert
Und mit Farben angereichert
Hält sich noch ein Sommerrest.

© immergruen (A.W., durchges. Sept. 2017)
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Hinweis:
Beim Vortragen der Verse wäre zu beachten, dass in der zweiten Zeile jeder Strophe mittig eine merkliche Pause vorgesehen ist.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Raub der Europa / Schuld und Unschuld Europas

"Europa auf dem Stier" – krönende Plastik des Europa-Brunnens in Dresden.
Mythos: "Zeus entführt in Stiergestalt die Königstochter Europa über das Meer." 1)
Geschaffen 1922 von Georg Wrba (1872-1939; Bildhauer); von Lothar Janus 1995 erneuert.
Standort: Dresden-Blasewitz, Königsheimplatz; Foto+©: elbwolf, 19.09.2017, 11:17.
 Raub der Europa
          Englisches Sonett ²)

Sagt mir, war der Zeus durchtriebner Spötter,
einer, der die Leute machte glauben,
er, der Oberste antiker Götter,
könnte uns Prinzess Europa rauben?

Spielend setzt er sie auf seinen Rücken,
um sie übers Meer hinwegzuführen
und im fernen Kreta zu beglücken –
während wir nicht einen Finger rühren …

Langsam ändern sich die alten Zeiten:
heute käme Zeus mit all den Müden,
die sich für Europa vorbereiten,
übers Meer - im Schlauchboot - aus dem Süden.

Nur die Richtschnur fehlt zur Zeit in Gänze:
kommt sie oder nicht – die "Obergrenze"?!

© elbwolf, 28.09.2017

Eine Besucherin der Webseite des Seniorenportals, auf der das Sonett zuerst veröffentlicht worden war, hatte des Thema zum Anlass genommen, sich näher mit der Verquickung des mythologischen Hintergrundes mit Ereignissen der Gegenwart auseinanderzusetzen. Das wiederum war für mich der Anstoß, ein zweites Sonett zu schreiben, das erst recht diese Verquickung herausstreichen sollte.
Als ich dafür nach einer Bildbeigabe suchte, fand Google heraus, dass das Gemälde des russischen Malers W. A. Serow von 1910 in einer ganzen Reihe heutiger gesellschaftskritischer Beiträge verwendet wird, um auf diese Bezüge einzugehen. Hier drunter also beides – neue Gedankengänge und Serows Bild.
 
Walentin Alexandrowitsch Serow (1865-1911): Der Raub der Europa (1910; mehrere Versionen).
Standort dieser Version ³): Staatl. Tretjakow-Galerie Moskau; Liz.: gemeinfrei
 Schuld oder Unschuld Europas
          Englisches Sonett

Der Göttervater brauchte nicht viel Mumm,
als er das Jüngferlein Europa schaute;
das Fräulein war naiv und ziemlich dumm,
weil es dem Stier samt seinen Worten traute.

Seitdem hat selbst Europa zugelernt,
dass man Vertrauen nicht auf Vorschuss spendet;
wer sich davon dann trotzdem weit entfernt,
ist leichtfertig, ja gradezu verblendet

Ob je Europa eine Sprache spricht –
das steht wohl weitgehend noch in den Sternen
Vielleicht macht es ja seine Grenzen dicht,
zwingt auch die anderen dazuzulernen.

Und mangelt's denen scheinbar an Geduld,
so wär auch das des "weißen Mannes" Schuld.

© elbwolf 30.09.2017
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1) Die Mythologie zu "Raub der Europa" findet sich z. B. in der Wikipedia.
2) Über das englische Sonett hatte ich im "Seniorenportal" im Rahmen einer 5-teiligen Reihe über Sonette geschrieben. Dieses hier ganz oben ist allerdings in 5-füßigen Trochäen abgefasst, was man meist meidet - aber man sollte ja auch Schlauchboote für die Meeresüberfahrt meiden ... Dafür steht das untere Sonett in 5-füßigen Jamben.
3) Es sollen etwa 10 Versionen von Serows Bild existieren; die wichtigsten sind kommentarlos auf "Livejournal" zusammengestellt. Auf Ausstellungen wird die Version des Museums für Kunst der Avantgarde (Музей искусства авангарда – МАГМА) gezeigt.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Kalenderblatt 10/2017 (Mirjam Moritz a. G.)


© Mirjam Moritz, Malerin und Grafikerin; www.dammschloesschen.de


W a r t e n   i m   R e g a l
O K T O B E R   2 0 1 7













Bücher stehen dicht an dicht;
fast, als hätten sie kein Leben.
Eine Hand holt sie ins Licht
in dem eifrigen Bestreben,
uns die Welten zu erklären,
die sich dann beim Lesen zeigen.
All die Gipfel zu ersteigen
heißt doch, die Erkenntnis mehren.
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                                       © L-R
Mo 

Di

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o       Mit Dank an die Dresdener Künstlerin für die Zustimmung, hier auf Versbildner ihr grafisches Blatt wiedergeben zu dürfen, für das sie sich jedoch sämtliche Rechte vorbehält!