Diesen Blog haben wir 11/2016 neu gestaltet und führen ihn im Team weiter. Das verspricht mehr Vielfalt - wie man wohl schon an unseren Gesichtern ablesen könnte.
Allen Besuchern - herzliches Willkommen und viel Vergnügen bei/mit unseren Gedichten!
Im DEZEMBER 2017 würdigen wir den verdienten Mundart-Dichter Herbert Andert aus der Oberlausitz. Zum Jahresabschluss danken wir unseren Gästen und Helfern und geben allen gute Wünsche mit für 2018. Und sonst - mal sehn!

Samstag, 16. Dezember 2017

Mundart-Verse (9) – Oberlausitzisch (Hommage auf Herbert Andert, 1910-2010)

Notabene: Fortsetzung der losen Folge von Gedichten, die ihre Verfasser/Innen in Mundart geschrieben haben. Der Begriff mag für Sprachwissenschaftler etwas unscharf sein – hier steht er für Gedichte, die man in solcher "Würze" nur in "Regionalsprachen" findet. Auch sind sie den formalen poetischen Auflagen durch das Hochdeutsche weit weniger (oder nicht) verpflichtet.
Für Unkundige, die gar manches Mal "begriffsstutzig" sein würden, gibt es eine hochdeutsche Übertragung oder eine Reihe von Worterklärungen.
Spreequelle ("Spreeborn") in Ebersbach im Lausitzer Oberland (aus: wikimedia.commons)
links: Postkarte von 1907, Zenodot Verlagsgesellschaft; Urheber: H. Richter, Zittau; gemeinfrei.
rechts: Aufnahme von Frank Lehmann, 23.10.2016; Liz.: CC BY-SA 4.0
 
Herbert Andert (Ebersbach, 1910-2010; verdienter Mundart-Forscher)

Musike an Kraatschn
(Quelle: Greifenverlag-Anthologie, S. 328)

Musik im Kretscham
(= in der Schenke)

An Kraatschn is heute Musike,
kumm, Maajdl, do gih mer mit hie!
Iech tanz ju fersch Labm su garne
mit dir und mit kenner sunst mih.

Ann Walzer, dan warrn mer schunnt breetn.
Irscht raajchts, derno links tu mer'ch drähn.
Und 's Käppl, doas muß de ganz nohnde
a miech, a mei Harze droaa lähn.

Und blosn se goar Pfaarewechsl,
do tu mer, oas wenn mer'sch ne hiern.
Mir lussn'ch vu kenn andern Karln
a unsn schinn Walzer do stihrn.

An Kraatschn is heute Musike.
Kumm, Maajdl, sunst krieg mer kenn Ploatz!
Und heemzu, doas soi'ch derr schunnt itze,
do krigs de ann ganz soaaftchn Schmoatz.
Im Kretscham ist heute Musike,
komm, Madl, da gehen wir mit hin!
Ich tanz ja fürs Leben so gerne
mit dir und mit keiner sonst noch.

~, den werden wir schon bringen.
~, danach links tun wir uns drehn.
Und 's Köpfchen, ~ ganz nahe
an mich, an mein Herz anlehnen.

Und blasen sie gar "Pferdewechsel",
da tun wir, als wenn wir's nicht hören.
Wir lassen uns von keinen ~ Kerlen
bei unserm ~ Walzer doch stören.

Im Kretscham ist heute Musike.
Komm, Madl, sonst ~ keinen Platz!
Und heimzu, ~ sag ich dir schon jetzt,
da kriegst du ~ saftigen Schmatz.


Oalls minander
(Quelle: Greifenverlag-Anthologie, S. 328/9)

Alles miteinander
(= gemeinsam)
Mir gihn a de Foabrike,
de Frooe und iech.
Mir wabern a enn Sticke,
's wabt kees für siech.

Minander wird geurbert
und feste gewurgt,
minander wird derheeme
de Wirtschoaft besurgt.

Minander wird gefeiert,
's gehirrt mit derzu,
weil's derno lechter leiert –
doas woar schunnt immer su.

Ju, beede tu mer wabm,
de Frooe und iech.
Und be ann sickn Labm
denkt kees oack a siech.
Wir gehen in die Fabrik,
die Frau und ich.
Wir weben an einem Stück,
es webt keiner für sich (allein).

Miteinander wird gearbeitet
und feste geschuftet,
Miteinander wird zu Hause
die Wirtschaft besorgt.

Miteinander wird gefeiert,
's gehört mit dazu,
weil's danach leichter (= besser) läuft –
das war schon immer so.

Ja, beide weben wir,
die Frau und ich.
Und bei einem solchen Leben
denkt keiner nur an sich.


Zum neu'n Juhre
(s. Rhein-Neckar-Zeitung-Anthologie, S. 225)

Zum neuen Jahr

A neues kimmt – a aales gitt.
Und wenn'ch's ees amol raajcht besitt:
Woaas is gewaast? – Woaas woar'schn
Do sois de goar ne vill derrzu.           \ nu?

De Juhre gihn, de Juhre kumm,
und wie se senn, warrn se genumm.
Moanchmol, do leeft die Fuhre gutt,
a andrmol wird imgeschutt.
Und tut dar Plautz o noa su wieh,
oack wetter gitt's mit "Hutte-hüh"!

Fängst weder'sch Juhr vu vurne oaa,
machs dch a de neue Fuhre droaa
und weßt ne, wenn's de Drähe nimmt,
ob schunn de letzte Fuhre kimmt.

Drum hill dch derrzu! Mach derr an Spoaß!
Wenn's raajnt, wird's vu oalleene noaaß.
Oack immer munter roaa a'n Spaajk,
kenn Arger ieber jedn Draajk.
's is uff dr Walt genung schunn schlaajcht,
mach du oack deine Sache raajcht!
Ein neues kommt – ein altes geht.
Und wenn man's mal recht besieht:
Was ist gewesen? – Was war's nun?
Da sagst du gar nicht viel dazu.

Die Jahre gehen, die Jahre kommen,
und ~ sind, werden sie genommen.
Manchmal läuft die Fuhre gut,
ein andermal kippt sie um.
Und tut der Plauz auch noch so weh,
geht’s weiter doch mit "hott und hü"!

Fängst wieder 's Jahr von vorne an,
machst dich an die neue Fuhre dran,
und weißt nicht, wenn's zu Ende geht,
ob schon die letzte Fuhre kommt.
                                                 / Spaß!
Drum halte dich dazu! Mach dir 'nen
Wenn's regnet, wird 's von allein nass.
Nur immer munter ran an den Speck,
keinen Ärger über jeden Dreck.
's ist auf der Welt genug ~ schlecht,
mach du nur deine Sache recht! 

Gestattungsvermerk statt eines förmlichen ©:
Die Wiedergabe aller drei Mundart-Gedichte erfolgt mit Kenntnis und ausdrücklicher Zustimmung der Tochter und Erbin von Herbert Andert.
./.
Der verdiente Mundart-Forscher Herbert Andert ist auch der Autor dieser drei Mundart-Gedichte. Er wurde 1910 in Ebersbach geboren, dem heutigen Ebersbach-Neugersdorf im Kreis Löbau in der Oberlausitz (Sachsen), und erreichte ein Alter von fast hundert Jahren.
Sein Interesse für mundartliches Sprechen und Sprachgut rührt aus der Familie – vom Vater und vom älteren Bruder. Er studierte Pädagogik an der Leipziger Universität und arbeitete als Lehrer in Ebersbach. Zu seinen Pionierleistungen gehört u. a. die Veröffentlichung der ersten Schallplatte in Oberlausitzer Mundart 1938. Mit seinem Bruder zusammen arbeitete er an Sammlung und Kartierung des Oberlausitzer Wortschatzes.
Herbert Andert wurde 1983 mit dem Kunstpreis der Oberlausitz ausgezeichnet und 1994 zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt ernannt; 2003 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für sein Lebenswerk und den Lausitz-Dank in Gold. Seine umfangreiche Liste von Veröffentlichungen endet erst 2002: "Oallerlee aus unser Heemte – a unser Sproche" (ehem. Lusatia-Verlag, Bautzen). Andert ist ein personeller Artikel in der Wikipedia und ein Eintrag im "Biographischen Lexikon der Oberlausitz" gewidmet.
Zu den Quellen, die das Andenken an Herbert Andert wach halten, gehören zwei verbreitete Mundart-Anthologien: die in unserer vorherigen Folge genannte von 1990 aus dem kurz darauf untergegangenen Greifenverlag zu Rudolstadt (für die ersten beiden Gedichte oben) und die der Herausgeber B. J. Diebner und R. Lehr (s. Abb. links) im Verlag der Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg 1995 (für das dritte Gedicht).
./.
Die Oberlausitzer Mundart, Äberlausitzer Sproche, ist ein Dialekt, der im Süden der Oberlausitz gesprochen wird. Er gehört zu den mitteldeutschen Dialekten, genauer klassifiziert zur lausitzischen Dialektgruppe – seine Herkunft und die Beziehungen zu anderen Dialekten sind recht schwer einzuordnen. Einen Überblick über die Verbreitungsgebiete geben ein Beitrag in der Wikipedia und im Detail eine Verbreitungskarte der Oberlausitzer Mundartgebiete (dort als Südlausitzisch bezeichnet) wieder. Zu den Besonderheiten zählt vor allem das Vorhandensein vieler sich vollkommen von der Standardsprache unterscheidender Begriffe, die häufig aus den benachbarten slawischen Sprachen entlehnt sind.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Dezember – Ein Monatsbild

Gerard Horenbout u. a.: Breviarium Grimani, Monatsbild Dezember (Buchmalerei/Pergament, ~1510)
Standort: Nationale Markusbibliothek, Venedig; Quelle: wikimedia.commons; gemeinfrei.
Auch im Dezember wurde gearbeitet: Baustellen wurden winterfest gemacht, frisch gefällte Bäume zu Balken gehauen;
Vieh wurde geschlachtet, um es nicht durchfüttern zu müssen.
Schlachten und Saujagd sind die beliebtesten Motive mittelalterlicher Dezember-Kalenderblätter

Dezember – Ein Monatsbild

Was fällt euch auf, wenn ihr das Bild betrachtet?
Die Bäume – kahl, doch keine Spur von Schnee!
Die Jagd war hier Besitztum, nicht gepachtet,
und weiße Weihnacht – eine Schnapsidee!

Doch gab es keinen ganzen Mond nur Feste,
die Arbeit drängte sich noch bis zum Rand,
man schlug das Holz und sammelte Geäste
und merzte Fresser aus im Viehbestand.

Mit Bergen Schlachtefleisch ging es ans Braten
und weiter an die Würstemacherei;
war alles in den Töpfen gut geraten,
war schon das Fest heran – drauf ein juchhei!

Dann sehr viel später gab es auch das Backen
und gar nicht lange erst den Tannenbaum.
Seit welcher Zeit zum Fest wir Nüsse knacken –
ich fand die Antwort nicht einmal im Traum.

Ja, bald beginnen nun die Weihnachtstage,
ab Heiligabend ist es Freudenzeit:
sie endet eines ganzen Jahres Plage
und macht uns für ein neues Jahr bereit.

© elbwolf (WH, 12/2017)

Mit wursten und mit praten
will ich mein haws peraten.
Also hat das iar ain endt.
Got uns sein genad sendt!

/Wiener Kalenderblatt, 1475; im Bestand
der Österreichischen Nationalbibliothek/
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○ Link auf eine populäre Darstellung des Dezember in mittelalterlicher Zeit.
○ Link auf eine Sammlung Lyrik- und Prosa-Titel über den Dezember.

Freitag, 8. Dezember 2017

Gedächtnis und Erinnerung (Heliane Meyer a. G.)

Dante Gabriel Rossetti (1828-82): Mnemosyne oder Lamp of Memory (1881, Detail)
"Thou fill'st from the winged chalice of the soul / Thy Lamp, O Memory, fire-winged to its goal" (DGR)
Standort:  Delaware Art Museum, Wilmington; Inv-Nr. 1935-22; Quelle: wikimedia.commons; Liz.: gemeinfrei
./.
Mnemosyne gilt in der griechischen Mythologie als Göttin der Erinnerung.
Laut Hesiod ist sie die Mutter der neun Musen, die sie dem Zeus in Pierien am Olymp gebar.

Gedächtnis und Erinnerung

Ob wir nun vieles oder wenig wissen, Gedächtnis wohnt in unserm Kopf,
es findet dort ein sanftes Ruhekissen. In Fächern, Kisten, unterm Schopf
bekommen Matheformeln, Fertigkeiten, manch kluger wissenswerte Satz,
die dich durch dick und dünn getreu begleiten, für immer einen guten Platz.
Zuweilen klemmt es hier, bleibt dort verschlossen, die Kisten geben nichts mehr her.
Vergessen treibt mit uns so manche Possen, sie sind jedoch nicht folgenschwer.

Erinnerungen formen unser Leben, sie atmen, schlummern dort wie hier,
und wenn sie ihre müden Köpfe heben, dann bringen sie nicht nur Plaisir.
Manch Unbill schaut uns noch nach vielen Jahren gern hinterlistig ins Gesicht,
so müssen wir oft tief betrübt erfahren: Erinnerung verlässt uns nicht.
Zuweilen bringt sie uns auch große Freuden, wenn sie sich ihre Augen reibt.
Dann heißt es, keine lange Zeit vergeuden, Erinnerung ist, was uns bleibt.

Es sind die Farben, Klänge, sanften Lüfte, Berührungen, ein freundlich Wort,
die frühe Liebe, würzig-wilde Düfte, ein Berg, ein See, manch andrer Ort.
Ein erstes Bild kann viele andre bringen, sie blicken uns ganz plötzlich an,
beginnen, freundlich lächelnd nachzuklingen - so schwebt die Seele himmelan.
Sie wirken rätselhaft und im Geheimen, begleiten dich zu jeder Stund.
Drum hüte sie und lass sie ruhig keimen, mit ihnen wird dein Leben rund.

© Heliane Meyer (im "Musengarten" erstveröffentlicht)
 
© für die Vignette: Heliane Meyer

Montag, 4. Dezember 2017

Nur schlafen … (Terzinen)

Boris Dmitrijewitsch Grigorjew (1886–1939): Der Schlaf des Zirkusartisten (1917).
Standort: Privatsammlung. Ausgestellt: Tretjakow-Galerie, 2011. Liz.: gemeinfrei.

Nur schlafen …
Terza rima

Es wiederholt sich alle Jahre wieder:
dagegen lässt sich überhaupt nichts tun –
so zeitig sinkt die Dämmerung hernieder.

Wer ist schon gegen Finsternis immun?
doch allenfalls, die gern ein bisschen munkeln –
ich selbst bin da durchaus kein blindes Huhn.

Versteht mich recht – was bliebe noch zu schunkeln
für den, der immer tüchtig war und brav –
wenn droben nicht einmal die Sterne funkeln.

Dass einfach nichts darüber geht – alaaf!
(seid ihr denn nicht kaputt und hundemüde?)
Wie recht ihr habt: jawohl, es ist der Schlaf …

Ein Nickerchen wird schnell zur Attitüde.
Der menschlichen Natur entspricht es sehr,
es adelt sie: kein Schläfer gilt als rüde.

Der Baum hat keine grünen Blätter mehr;
ein Herbststurm wehte sie von all den Ästen –
in dunkler Zeit, da steht er kahl und leer.

An Schutz ermangelt es den zwitschernd' Gästen,
schon längst entschwunden ist der Vögel Zug:
im Süden überwintern ist am besten!

Für unsereinen ist das alles Trug!
Den Winter stehn wir durch im eignen Lande –
dabei hilft uns so etwas wie ein Spuk:

Hier schlägt uns Schlaf in seine sanften Bande!

© elbwolf (WH, 2.12.2017)

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Zur Abbildung:
B. D. Grigorjew war ein russischer avantgardistischer Maler und Dichter. Nach 1919 lebte er u. a. in Deutschland, Frankreich und Finnland, sowie Nord- und Südamerika. Eine große Gedenkausstellung fand 2011 in der Moskauer Tretjakow-Galerie statt, auf der auch das Bild "Der Schlaf des Zirkusartisten" gezeigt wurde.

Freitag, 1. Dezember 2017

Kalenderblatt 12/2017 (Mirjam Moritz a. G.)

© Mirjam Moritz, Malerin und Grafikerin; www.dammschloesschen.de


V e r g a n g e n e s – K ü n f t i g e s
D E Z E M B E R   2 0 1 7












Vergangenes im Bild sich spiegelt,
Die letzte Blume welkt im Glas;
Bald füllt das Tannengrün die Vasen –
Das Jahr, es geht dem Ende zu …
Advent beginnt –
Vorweihnachtszeit.
Gedanken gehn zum neuen Jahr,
In ungewisse Zukunft.

                                       © L-R
Mo 

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o       Mit Dank an die Dresdener Künstlerin für die Zustimmung, hier auf Versbildner ihr grafisches Blatt wiedergeben zu dürfen, für das sie sich jedoch sämtliche Rechte vorbehält!

Dienstag, 28. November 2017

Das Glück der Vollschlanken (Limericks, im Team geschrieben)

Arthur Thiele (1860-1936) – Thieles Œuvre ist gemeinfrei –
 deutscher Kunstmaler, Maler, Zeichner, Aquarellist, Illustrator und Dekorationsmaler.
(nur Repros von Postkarten mit Firmennamen sind evtl. durch © geschützt)
./.
Auf Deutsch ist als Inschrift verbreitet. "Sie konnten zusammen nicht kommen",
auf Polnisch dagegen: ~ "Sie schwammen im Glück und tranken die Lust von ihren Lippen".

Vollschlanke – Wege und Auswege

● zu den Ursachen

Es liebten die beiden das Essen
und waren darauf wie versessen.
Sie wollten aufs Küssen
verzichten nicht müssen,
doch schien das nicht mehr im Ermessen.
                                                                     lillii
● was dann kam

Sie können zusammen nicht kommen,
da hilft auch kein Flehen der Frommen.
Sie packt ihn am Kragen;
er soll es doch wagen –
sie hätte ihn gerne genommen.
                                                                     lillii

● wie es schlecht endete

Sie waren halt beide zu dick –
in diesem Fall war das nicht schick;
und weil sie so rund
und dazu auch bunt,
da gabs für die beiden kein Kick.
                                                                     protes' Kommentar
         
● wie es gut endete

Wo manche schon längst nichts mehr wagen
beschlossen sie, nicht zu verzagen:
sie standen in Flammen
und fanden zusammen –
voneinander entzückt, sozusagen.
                                                                             elbwolf

Arthur Thiele (1860-1936) – "Ein wirklicher Kavalier" (Postkarten-Motiv).

● eins draufgesetzt!

Noch schöner ist's freilich zu dritt –
zwei Damen nimmt "Gockel" sich mit
und bietet mit Charme
gleich jeder den Arm.
Der Schirm zählt zum eignen Habit:
          so bleiben nicht trocken
          den Damen die Locken
bei Regen – und Kleider nicht fit –
ja … brauchen sie die noch en suite?
                                                                     elbwolf
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Dies hier ist lediglich als eine Fingerübung im Limerick-Schreiben anzusehen, wobei die letzte Strophe einen sog. Spiegel-Limerick darstellt.
Dem Urheber dieser Postkarten, Arthur Thiele, ist ein Wikipedia-Eintrag gewidmet.