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Boris
Dmitrijewitsch Grigorjew (1886–1939): Der Schlaf des
Zirkusartisten (1917).
Standort:
Privatsammlung. Ausgestellt: Tretjakow-Galerie, 2011. Liz.: gemeinfrei.
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dagegen lässt sich überhaupt nichts tun –
so zeitig sinkt die Dämmerung hernieder.
Wer ist schon gegen Finsternis immun?
doch allenfalls, die gern ein bisschen munkeln –
ich selbst bin da durchaus kein blindes Huhn.
Versteht mich recht – was bliebe noch zu schunkeln
für den, der immer tüchtig war und brav –
wenn droben nicht einmal die Sterne funkeln.
Dass einfach nichts darüber geht – alaaf!
(seid ihr denn nicht kaputt und hundemüde?)
Wie recht ihr habt: jawohl, es ist der Schlaf …
Ein Nickerchen wird schnell zur Attitüde.
Der menschlichen Natur entspricht es sehr,
es adelt sie: kein Schläfer gilt als rüde.
Der Baum hat keine grünen Blätter mehr;
ein Herbststurm wehte sie von all den Ästen –
in dunkler Zeit, da steht er kahl und leer.
An Schutz ermangelt es den zwitschernd' Gästen,
schon längst entschwunden ist der Vögel Zug:
im Süden überwintern ist am besten!
Für unsereinen ist das alles Trug!
Den Winter stehn wir durch im eignen Lande –
dabei hilft uns so etwas wie ein Spuk:
Hier schlägt uns Schlaf in seine sanften Bande!
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