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Samstag, 5. Mai 2018

Der Samen (Pantun)

Frisch keimende Stangenbohne (art-typisch: Keimblätterspreizung).
Autor+©: Thomas Then, 31.05.2008; via wikimedia.commons; Liz.: CC BY-SA 3.0

Der Samen (Pantun)

Ein Same ist die Basis neuen Lebens;
es wird aus ihm, was in ihm angelegt;
vorausgesetzt, die Quelle seines Strebens
wird ständig sowie dauerhaft gehegt.

Es wird aus ihm, was in ihm angelegt:
ein neues Sein, dies muss sich erst bewähren.
Wird ständig sowie dauerhaft gehegt –
kann sich, was einmal angelegt,vermehren.

Ein neues Sein, dies muss sich erst bewähren;
im Leben wird nur selten was geschenkt.
Kann sich, was einmal angelegt, vermehren,
hat die Natur dies Leben recht gelenkt.

Im Leben wird nur selten was geschenkt;
es ist mit Mühe immerzu verbunden.
Hat die Natur dies Leben recht gelenkt,
ist Daseins Sinn am Ende doch gefunden

Es ist mit Mühe immerzu verbunden;
vorausgesetzt, die Quelle seines Strebens,
ist Daseins Sinn am Ende doch gefunden:
ein Same ist die Basis neuen Lebens.

© lillii (Luzie-R)

Spargelfeld bei Beelitz, der Spargelstadt im Landkreis Potsdam-Mittelmark.
©+Foto: Lienhard Schulz, 01.05.2004; via wikimedia.commons; Liz.: CC BY-SA 3.0
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• In der Wikipedia ist die Reimstruktur des Pantun angegeben.
Für dieses hier mit 5 Strophen gilt (wenn erste und dritte Zeile der ersten Strophe in der letzten Strophe zusätzlich vertauscht werden):
a1b1a2b2 | b1c1b2c2 | c1d1c2d2 | d1e1d2e2 | e1a2e2a1

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