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Sonntag, 2. November 2014

Stündchen – erotische Parodie (1/2)



Parodie auf das Gebaren eines vorgeblich in Liebesdingen erfahrenen
Lebemanns – nach dem gar nicht so bekannten Gedicht „Ständchen“
von Wilhelm Busch (1832-1908). Ausgerechnet unser „Altreimer“ gibt
den Schwerenöter, wobei er doch von sich selbst gesagt hatte: „Ich
werde nie heiraten ... Bei meiner Schwester habe ich es nun auch gut.“

Ein großartig passender „Bildschmuck“ findet sich bei dem zu Busch etwa
zeitgenössischen Maler Félix Vallotton (1865-1925), dessen Werk eine
solche Galerie verlockender Schönheiten umfasst, dass der Leser selbst
per Klick entscheiden soll, welche er sich zum „Stündchen“ laden würde!
(dieses Nichteinbinden in den Text umgeht evtl. Fragen der Lizenzierung)

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|     Maid-1             Maid-2             Maid-3     |
|                                                      |
|     Maid-4             Maid-5             Maid-6     |
|                                                      |
|           Super-Maid-1        Super-Maid-2           |
|                                                      |
|                       Favoritin                      |
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| Klicken - aber wo klicken – das ist hier die Frage ! |
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Stündchen
Erotische Parodie auf „Ständchen“ von W. Busch
 
Der Abend ist so heiß und schwül,
Das Bett gedeckt mit weichem Pfühl,
Es wartet, Liebes, nur auf dich -
Geliebte du,
Auch ich erwart dich inniglich!!
So komm herein zu Kerzenschein
In unser Liebes-Kämmerlein:
Befrei dich von der Kleider Fülle,
Leg ab und zeig dich ohne Hülle -
..........Gleich jetzt!

Dass du nicht kleidest mehr die Glieder!
Leg splitternackt dich zu mir nieder.
Lass deine Brüste meiner Hand -
Dein Körper raubt mir den Verstand.
Erfühlst du schon die Wolke neun?
Wirst nichts bereun -
Vertraue, Liebes, ganz auf mich,
Geliebte du.
Zu dieser Wolke bring ich dich -
..........Jetzt gleich!

© elbwolf (2009-2014)

Enthalten im Almanach "Liebe, prickelnd wie Sekt"
Edition Wendepunkt, Weiden, ISBN 978-3-938728-21-5

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