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Lüneburger Heide, Blick vom Wilseder
Berg (2007) © Willow; Multi-license with GFDL and Creative Commons CC-BY 2.5 |
Auf der Heide und im Wald
(Bornemann/Gehricke, 1816/1827).
Statt dass ich Zeit vergeude,
Hinaus in Heid’ und Wald.
Die Kräutelein zu riechen,
Die Büsche zu durchkriechen -
Solch’ Lust lässt mich nicht kalt.
Ein Flachmann - meine Flasche;
Paar Münzen in der Tasche:
Da leidet man nicht Not!
Mir fehlt ein richt'ger Bello,
Grüß selber jeden "Hello" -
Dies ist mir stets Gebot!
Bin müde, will mich strecken
Und ruhen unter Hecken,
Erfreu'n mich an Natur.
Aus Angst vor einer Streife
Verzicht’ ich auf die Pfeife -
Ist trotzdem Leben pur!
Ein Hase läuft zick-zack-schnell,
Das Moorhuhn ruft gack-gack-gell,
Doch ich bin nicht auf Pirsch!
Das Füchslein gar, das rote,
Das reicht mir seine Pfote,
Ich brauch auch keinen Hirsch.
So zieh ich durch die Heide,
Sie dient dem Schaf als Weide,
Und schmecket ihm wie Seim.
Wenn Sonne sich dann neiget,
Der Nebel sachte steiget,
Dann kehr’ gestärkt ich heim.
(c) elbwolf (2009; 2014)
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