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Alfons Maria Mucha (1860-1939): "Herbst"
(li: Dekoratives Paneel, 1897 / re: Ölgemälde, 1896) Quelle: wikimedia.commons; Liz.: Public domain |
die warme Zeit, die ich bewahrt gern hätte –
vorüber! Triller einer Klarinette –
verweht! Und nun wird um mich alles taub.
Die Erde deckt ein Bett aus Rost und Laub,
das ich empfinde als die Wirkungsstätte
von gänzlich unverkennbarer Palette,
und weiß schon heut': Auch die wird schließlich Staub.
Jetzt aber zeigt der Herbst erst einmal Farben,
legt noch die gold'nen Töne obenauf,
als ahnte er sein baldiges Finale.
Dann aber fällt die Welt doch in ein Darben,
und alles endet seinen Jahreslauf
in Winters eisig-blauer Kathedrale.
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