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R. Wolf: Scherzpostkarte Nr. 6113, (Leipzig
o.J.; Rechte, Quelle nicht recherchierbar)
Lithograph.
Verlagsanstalt Bruno Bürger & Ottilie (tätig 1894-1908)
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ob sich das Herz zum Herzen findet."
Dies rät schon Schiller in der Glocke.
Ob er nun sie, ob sie ihn locke –
das ist im Grund nicht von Belang
und mindert nicht den Tatendrang!
beschlossen schnell, sich nie zu trennen,
Dass es im Nass kann Funken sprühen -
die auch im Feuchten nicht verglühen;
ja nun, wer hätte das gedacht,
dass auch mal dort Gott Amor lacht.
sie knüpften bald schon zarte Bande
und fanden raus, dass ihre Seelen
sich im Alleinsein nur noch quälen,
denn beide waren nicht mehr jung;
die Liebe brachte neuen Schwung.
empfinden beide ein Behagen
im trauten Heim, was gilt die Wette,
sowohl bei Tische wie im Bette;
gesellt zu Körperlichem – Geist,
dann klappt es … wenigstens zumeist!
besonders die der attraktiven Damen,
die sicher niemals vorzeitig erlahmen
bei ihrem offenherzigen Gewedel.
Die Herren scheinen mir nicht so als Täuber,
sie wirken eher wie zwei Mädchenräuber.
den Vorzug ich wohl gäbe, ist's: dem Wasser!
Es ist gemütlicher, vor allem nasser
und sehr viel näher an der Schönheitspflege.
Auch würde es den andren kaum vergrätzen,
verzichtete man auf die Kleiderfetzen.
Doch als ein recht versierter G'schaftlhuber
stieg ich mit ihr in einen Badezuber –
dort ließe sich problemlos manches wagen,
von dem es heißt – wir hätten uns gefunden
und als zwei edle Seelen eng verbunden!
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