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Blick zum Kutelo-Gipfel im Pirin-Gebirge, Bulgarien.
Foto: Pudelek, August 2013; via wikimedia.commons;
Liz.: CC BY-SA 3.0
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Eigene Welt
Vor aller Welt, die mich verletzt,
möcht ich gar manches Mal entfliehn,
weil sie in Traurigkeit versetzt
und nicht so ist, wie sie mir schien.
So hab ich einen Ort erdacht –
ihn meine eigne Welt genannt –
mir zum Refugium gemacht.
Nur mir allein ist er bekannt.
Dort find ich Frieden und verweil'
in Träumen und in Poesie,
bis meine Seele wieder heil.
Es ist ein Ort der Phantasie.
Hoch oben
Mühsam,
doch der Mühe wert,
hab den Gipfel ich erklommen;
wollt allein und unbeschwert
nur mit mir ins Reine kommen.
Hatte ziemlich mich verirrt,
kreuz
und quer ging's in Gedanken;
traurig
war ich und verwirrt,
kam zuinnerst schon ins Wanken.
Dort in Berges Einsamkeit
hat mein Kummer sich verloren.
Wieder für die Welt bereit,
hab
mehr Gleichmut mir geschworen,
© HeCaro (Carola)
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Wir vom Versbildner-Team stellen heute Carola (lebt in Nürnberg) als unseren Gast vor.
Carola
schreibt seit 2013 in einer Community und veröffentlicht dort bevorzugt
Gedichte.
Hier
sinniert sie von zwei recht verschiedenen Gesichtspunkten aus über das immer
wieder
anstehende individuelle Problem eines zeitweiligen Rückzugs, um für den Alltag
neue
Kräfte zu schöpfen. Wir empfinden den Austausch mit Carola als eine schöne Form von
Zusammenarbeit.
Carola
mag klassische Musik, Elvis und die Beatles, bereist gern Italien und die USA.
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