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Selbstgebastelte
Rindenschalmei
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Es tönen die Lieder, der
Frühling kehrt wieder.
Es flötet der Hirte auf seiner Schalmei ...
Dies Volksinstrument
kommt noch heute
wie Jahrhunderte schon unter Leute.
Die Hirten konnten sich einst sie nicht leisten,
weil doch gedrechselt waren die allermeisten.
Zu unserer Zeit hat man selbst sie gebaut,
und ich habe den "Bauplan" mir abgeschaut.
Ich köpft' einen graden Salweidenstamm,
im Frühling, wenn er im Safte schwamm.
Geklopft, um zu erweichen die Rinde;
durchschnitten sodann wie ein Gewinde;
geschält zuletzt im Stücke vom Stamm
als ein Streifen Rinde, noch etwas klamm.
Den wickelte ich überlappend zur Rolle,
bis der konische Trichter war unter Kontrolle.
Mit Dornen fixiert ich das wacklige Ding,
bis die elastische Art ihm völlig verging.
Ein Mundstück aus
hohler, runder Rinde,
am Ende gepresst, kam vor das Gewinde.
Was dann beim Üben mich stets verdross:
die Löcher – die ich mit Harz erst noch schloss.
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Soest, St. Petri, Aldegrever Brunnen vom 9.8.1989 von Kord Winter Foto+©: Mbdortmund, Oktober 2009; via Wikimedia Commons; Liz.: CC BY-SA 3.0 |
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