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Abb. via Wikimedia
Commons; ohne aktuellen Bezug zum Gedicht! *)
Wo einst die Ostseewellen
...
Wo einst die Ostseewellen "treckten an den
St-rand"
da hört ihr heutzutage andre Töne rauschen
was ihr zu sehn und hören kriegt im Unterland,
darüber sollten wir hier gleich mal etwas plauschen.
Die Anrainer, die Leute rings am großen Teich,
die liebten es im Winter warm um ihre Ärsche
und bliesen deshalb froh und ziemlich listenreich
den Herrn und Damen aus dem Mänetschment die Märsche.
Und die verlegten kundig einen Vierfach-Strang
aus Röhren von dem weit entfernten Land der Reußen
am Grund der Ostsee, nahe bei Bornholm entlang,
zu uns bis an die Haustüre in Pommern-Preußen.
Kaum war sie fertig, diese Gaso-Pipelein,
da änderte ganz plötzlich sich die Wetterlage;
des Bürgers Allerwertester galt jetzt als Pein.
Drum zugedreht den Hahn und auf zur Scheidungsklage!
Doch nicht nur das! Ein Männertrupp im Schwarz-Habit,
der schiffte nach Bornholm sich ein, um dort zu tauchen.
Er hatte nichts bei sich – nur reichlich Dynamit –
gedachte, dies beim Tauchgang fleißig zu gebrauchen!
Der allergrößte denkbar mögliche Effekt
ergäbe sich, wenn eine jeder der vier Röhren
durch eine Stange Dynamit ginge "defekt" –
soll doch, wer will, sich lautstark anschließend empören.
In drei von vieren aller Fälle hat's geklappt.
Jetzt sind die so erfolgreich aufgetretnen Taucher
nicht auf der Flucht – sie leben lediglich verkappt
mang unter uns – und wir sind hier die "Endverbraucher".
/Nachnutzung freigestellt/
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*) https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grumman_S-2_Trackers_drop_depth_charges_in_April_1962.jpg?uselang=de
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