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Ernst Hanfstaengl (1840, Dresden -
1897, Capri): Aschermittwoch (1895, gemalt auf Capri)
Quelle: Auktion 2016; Liz.: gemeinfrei, steht zu vermuten (der Künstler verstarb
vor über 100 Jahren)
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(oder: Narren in Katerstimmung)
Ins traute Heim zurückgekehrt
ist er in seiner bunten Tracht,
nachdem die allerletzte Nacht
so mächtig an der Kraft gezehrt:
dann hat es ihn schlicht umgehaun –
und eingeschlafen ist der Clown.
Hat er vorm Schlaf etwa bedacht,
wohin es ihn die Tage trieb?
Da doch das Hirn, schon wie ein Sieb,
kaum wahrgenommen, was er macht.
Die tolle Zeit geht grad vorbei,
und Rückschau halten – einerlei!
Längst Tagesstunden zählt die Uhr,
doch dämmert das Familienhaupt,
ist nun der Frau und Tochter Tour:
die sind auch bestens amüsiert
und lachen ziemlich ungeniert.
Dadurch entsteht natürlich Krach,
der unserm Schläfer kriecht ins Ohr.
Obgleich der sich zu schlafen schwor,
wird er nun unvermeidlich wach.
Da dämmert's ihm mit einem Mal:
vorüber ist der Karneval.
Denn es ist – Aschermittwoch!
© elbwolf (WH, 02/2017)
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Aschermittwoch © saxonia (StS) PC-Grafik, 02/2017 |
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