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Amanda Brewster Sewell (1859 – 1926): Sappho, 1891. via wikimedia.commons; Public Domain. |
nur vorübergehen, doch schürt ein Wechsel
um uns Aufruhr: ungleiche Jahreszeiten
fordern den Menschen.
Frühlingswinde wirbeln die blauen Bänder
durch die Lüfte. Unverhofft lassen Düfte
ahnen: rasch beleben sich nun die Fluren –
zeigen ihr Maigrün.
Sommerwärme legt sich um Blatt und Blüte.
Ähren zieren biegsame schlanke Halme.
Mild der Regen – lässt er doch Körner wachen:
Künder vom Reifen.
Eingebracht die Ernte an Korn und Früchten.
Herbstlich zaust der Sturm an der Bäume Kronen;
bunt gefärbtes Laub rieselt unaufhaltsam.
Wallende Nebel …
Glitzerraureif zaubern die Winterfröste.
Baum wie Feld – beraubt ihres grünen Kleides.
Unter weißer Schneedecke ruht, was blühte,
harrend des Neuen.
Schöner könnten Jahre doch gar nicht werden –
unterscheidbar jedes von allen andern.
Unser Sinnen – vorwärtsgerichtet, frei von
vielerlei Zwängen.
© Wolfgang H. (elbwolf, 27.09.2018)
Eduard Mörike
(1804-75)
Er ist's (1829/32)
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte; Süße, wohlbekannte Düfte Streifen ahnungsvoll das Land. |
Johann
Peter Hebel (1760-1826)
Sommerlied/4: Grüne
Saaten! (1833/34)
Aus dem zarten Blatt enthüllt sich Halm und Ähre, schwanket schön, Wenn die milden Lüfte wehn;
Und das Körnlein wächst und füllt sich.
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Joh.
Gaudenz v. Salis-Seewis (1762-1834) Herbstlied
(1782/86)
Bunt sind schon die Wälder,
gelb die Stoppelfelder, und der Herbst beginnt. Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen, kühler weht der Wind. |
Gottfried August Bürger (1747-94)
Winterlied (1772/73)
Der Winter hat mit kalter Hand
Die Pappel abgelaubt; Und hat das grüne Maigewand Der armen Flur geraubt;
Hat Blümchen, blau und rot und weiß,
Begraben unter Schnee und Eis.
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