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Letzter Supermond
des Jahres 2020 – am 6. Mai, 19:42;
aufgenommen mit
einem 300mm-Nikon-Objektiv an einem dunstigen Abend.
Foto + ©: Jessie
Eastland; via Wikimedia Commons; Liz.: CC BY 4.0
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Der Tag zeigt Traum
Und das Gefühl – ich bin
Wirkt seltsam surreal
Die Nacht zu laut
Und das Gefühl zu sein
Wird mit dem Mond zur Qual
So sitz ich da
Mit diesem Satz – ich bin
Und ich versuch – zu sein
Und fühle mich
Bei all der Prozedur
Zwar substanziell, doch klein.
/ Fädchen
/
War
einst ein kleines Fädchen,
der
Name war Geduld.
Man
zog daran,
so
dann und wann,
bis
es das Handtuch schmiss
und
irgandwann zerriss.
Auch
ich hab so ein Fädchen,
der
Name ist bekannt.
Man
zieht daran,
so
oft man kann
und
wartet nur darauf –
gleich
gibt das Fädchen auf.
Doch
sieh, mein kleines Fädchen
ist
stark und sehr stabil.
Drum
zieh daran,
gern
dann und wann,
wenn
es dir Freude macht.
Hörst
du, wie's Fädchen lacht?
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© Perdita Klimeck (2013)
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Wir vom Verbildner
beenden mit diesem Beitrag
die Serie von Gedichtveröffentlichungen unserer Gastautorin Perdita Klimeck aus
NRW, die uns aus diesem Anlass die folgenden Zeilen übermittelte:
Es
war mir eine Ehre, hier auf dieser so liebevoll und mit der gebührenden
Ernsthaftigkeit gestalteten Lyrikseite meine Werke präsentieren zu dürfen. Für
ein ganzes Jahr bot dieser Platz Monat für Monat eine kleine Heimat für meine
lyrischen Arbeiten. In der Hoffnung, dem ein oder anderen Leser eine Freude
damit bereitet zu haben, mache ich nun den Platz frei für den nächsten Gast. Möge
Er oder Sie ebenfalls soviel Bereicherndes erfahren, wie ich. Herzlichen Dank
für alles!
Perdita Klimeck
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Quelle für die Gedichte
"wortgefecht"
Lyrik aus dem Sperling-Verlag, Nürnberg, 2013
S. 104 – Tag/Traum;
S. 78 –
Fädchen;
Abdruck mit Einverständnis der Autorin
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