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Foto: Gerhard Becker, Neuried; via Wikimedia Commons; gemeinfrei.
Ich gehe an deiner Seite –
und doch nicht mit dir.
Deine Schritte folgen meinen Spuren,
aber sie gehen ihren eigenen Weg.
Ich höre deine Worte,
doch du sprichst nicht mit mir.
Die Stille deines Schweigens
Ist unerträglich.
Die Vögel singen.
Das Gras wächst.
Die Blätter wispern.
Hörst du den Wind?
Siehst du das Blau?
Fühlst du die Hand,
die nach deiner sucht,
weil sie Halt braucht,
um sicher zu gehen
über die Stolpersteine
des Lebens,
die kantig und scharf
die Sohlen schneiden?
Keine Hand,
kein Fuß
kein Laut
kein Du,
kein Wir.
Nichts.
© L. Winrich (a. G.)
Anmerkung:
Die im März begonnene kleine Gedichtereihe von L. Winrich haben wir in den beiden Monaten April und Mai fortgesetzt.
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